Archiv für das Tag 'Kreuzfahrt'

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Zw… auf Kreuzfahrt – 10

14. Juni 2008 – 524 Seemeilen bis Honningsvåg

…aber so weit ist es noch nicht. Gegen 8 uhr kommen wir in Longyearbyen, der Hauptstadt von Spitzbergen an. Zwei Tage habe ich mir die Augen rausgeguckt, um einen Eisbären zu sehen, nix war’s! Aber heute…

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Doch erst mal der Reihe nach. Schon nach der Abfahrt in Bremerhaven wurden wir darauf hingewiesen, daß in Longyearbyen ein zusätzlicher “Ausflug” ins Programm genommen wäre, um vom weit entfernten Hafen in die Stadt zu gelangen. Es konnte also für 15 Euro eine Fahrt mit dem Bus gebucht werden. Bei vielen Gästen hat’s geklappt, bei mir und Uwe nicht, denn ich war schon mal da. Auch damals, mit einem anderen Schiff und Veranstalter, die gleiche Ankündigung der angeblich “nötigen” Busfahrt. Da ich aber wußte, daß der Weg in die Stadt vielleicht einen oder maximal zwei Kilometer beträgt, sind wir natürlich gelaufen, was uns in die Lage brachte, auch der örtlichen Kirche einen Besuch abzustatten, an der der Bus mit den abgezockten Gästen nur vorbei donnerte.

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Auf das Schuhe ausziehen, um das mittels großem Schild und zwei großen Regalen mit Haus-Schlappern gebeten wurde, haben unsere Mona Lisa-Proleten im Großen und Ganzen verzichtet und haben die Räumlichkeiten mit ihren Straßenschuhen verdreckt. Wahrscheinlich die gleichen, bei denen zu Hause man nur in Socken in die Wohnung darf. “Hauptsache mir geht’s gut, also Ellenbogen raus, Augen zu, und durch” war unser Eindruck.

Durch ein sehr schönes Gemeindezentrum, in dem Postkarten, Kalender des örtlichen Fotoclubs und Bücher verkauft wurden, gelangt man in den eigentlichen Kirchenraum mit einem schönen, modernen Altarbild. Die Cafeteria im Gemeindezentrum war leider nicht besetzt, aber wir hatten endlich unseren ersten Eisbären gesehen, der ausgestopft am Fenster stand. (Ihn habe ich dann später auf dem Schiff zur gestern gezeigten Postkarte verarbeitet, um die Daheimgebliebenen ein wenig zu verblüffen.)

Wir sind, nach einer kurzen Besinnungsphase, weiter spaziert, nicht ohne uns ein bis zwei der wunderschönen Kalender, sowie eine Postkarte gekauft zu haben. Ganz der nordischen Mentalität und dem Vertrauen entsprechend, die ich bei vielen Skandinavien-Urlauben vorher schon so oft angenehm kennen gelernt hatte, konnte man den Preis für die Mitbringsel einer Preisliste entnehmen und das Geld einfach in ein offenes Körbchen legen.

Ich hoffe nur, daß es nicht in einem Geldbeutel eines der Schiffsproleten entschwunden ist. So wie die sich aufgeführt haben, wäre das vermutlich kein Wunder.

Die Stadt wurde als Bergbaustadt von einem Amerikaner Namens John Munroe Longyear gegründet. Ihm zu Ehren heißt die Stadt nun so.

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Auch das Denkmal in der 100 Meter langen Fußgängerzone erinnert an diese Bergbauzeiten. Heute wird auf Spitzbergen hauptsächlich noch von den Russen in Barentsburg Bergbau betrieben.

t10-3aViel hat sich seit meinem letzten Besuch nicht verändert. Nur das Internet-Café gibt’s nicht mehr – das Haus wird gerade umgebaut. Der Papp-Eisbär hinter dem Fenster eines Einkaufsladens ist auch nicht mehr da.

Überall stehen die Schneescooter rum, die bis auf die wenigen Hochsommermonate das Hauptverkehrsmittel auf der Insel darstellen.

Waffen dürfen beim Briefmarken kaufen in der örtlichen Post immer noch nicht mitgenommen werden.

Nur die Häuser sind seit 2003 deutlich bunter geworden. Überhaupt wurde viel gebaut und die Einwohnerzahl hat anscheinend auch deutlich zugenommen. Heute leben fast 2000 Einwohner in der Stadt.

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Heute lebt die Stadt hauptsächlich von Forschung und vom Tourismus. Wir haben das an zwei Dingen besonders gut sehen können:

t10-4a-k1) Neben einer Galerie steht eine Halterung mit vielen Bambus-Stöcken, deren Einsatzzweck man sich auf den ersten Blick nicht erklären kann. Erst wenn der geneigte Tourist das Schild liest, klärt sich die Situation. Ein Klick auf das kleine Bildchen rechts lässt auch den Leser dieses Blogbeitrags teilhaben.

Die Art der Erklärung und ihre Bebilderung finde ich einfach nur süß.

2) fand, just als wir in der Stadt unterwegs waren, der nördlichste Marathon der Welt, der Spitzbergen-Marathon statt. Wir haben uns noch gewundert, als ein Radler mit geschulterter Flinte und hinter ihm ein Läufer in strammem Tempo an uns vorbeizogen. Das kann doch nicht sein, dachten wir uns, daß hier die Sportler mit Waffengewalt zu Höchstleistungen gezwungen werden…

Es war der Spitzenreiter des Marathons, wie wir dann von Streckenposten und Sanitätern am Straßenrand erfahren haben. Da die Strecke über freies Gelände führt, muß natürlich für den Schutz der Läufer vor den Eisbären gesorgt werden. Einen, der mich an meine eigene Heimat erinnert hat, habe ich dann noch für’s Reisetagebuch fotografiert.

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Trotz seiner Verkleidung war er relativ weit vorne mit dabei. Ich wünsche ihm, daß er’s zumindest noch auf’s Treppchen geschafft hat. (Der Maßkrug war übrigens aufblasbar und aus Plastik).

Schließlich wurde die Zeit knapp und wir sind wieder zurück zum Dampfer spaziert, der während der ca. 4 Stunden Liegezeit wenigstens äußerlich wieder “auf Hochglanz” gewienert wurde. Der Entertainer unter den Matrosen zeigt uns, wie man mit Gartenschlauch und einer geschickt gebundenen Schlaufe Fenster putzen kann.

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Als gegen 11:30 Uhr alle an Bord sind, legen wir ab und es geht los in Richtung Norwegen, nach Honningsvåg und zum Nordkap. Wir genießen an Deck die Sonne und die wunderbare Landschaft Spitzbergens, froh, daß der heutige Tag neben Freizeit an Land und Spaziergang auch ausgiebig Gelegenheit zum Fotografieren enthielt.

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Geschrieben von kuni-r am 21. Juni 2008 | Abgelegt unter Kreuzfahrt im hohen Norden,Reiseberichte Kuni | Keine Kommentare

Zw… auf Kreuzfahrt – 11

15. Juni 2008

Die Sparwut der Reeders sorgt bei Uwe und mir für einen kurzweiligen, fröhlichen Ankunftsabend in Honngingsvåg. Zur Erklärung später noch ein wenig mehr.

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Gestern war abends noch Küchenbesichtigung angesagt. Ich wollte die Gelegenheit beim Schopfe packen, und dem Küchenchef die Meinung geigen. Diese Idee scheinen doch noch einige mehr gehabt zu haben, denn die Schlange, die sich vor dem Kücheneingang bildete, schien endlos zu sein.

Leider (oder Gott sei Dank?) habe ich von der Küche selbst nicht all zu viel sehen können. Die Spülküche lag komplett im Dunkeln und die armen Philippinos waren an ihrem Arbeitsplatz eher schemenhaft zu erkennen. Ich vermute mal, dort hat’s am schlimmsten ausgesehen und man wollte dem Publikum den Anblick ersparen. An der Ecke der Anrichte empfing mich Georgana, der “Tiger”, unsere Tischbedienung und sorgte dafür, daß ich mit Teller und Besteck ausgestattet, die Häppchen nehmen konnte, die den Schaulustigen angeboten wurden. Ein harter Job, wenn man bedenkt, daß Georgana heute morgen beim Frühstück, mittags im Restaurant und abends in zwei Tischzeiten für die Gästebedienung und für’s jeweilige neu Eindecken der Tische gesorgt hatte. Morgen früh würde ich sie bem Frühstück ab 6:30 wieder im Dienst sehen.

Husch husch, wurden wir mit diversen köstlichen Kleinigkeiten versorgt und durch den Gang geschleust. Der Küchenchef war nicht zu sehen und der Chef-Einkäufer von Mitreisenden belagert. Keine Chance für mich, mal meinen Frust über die unterdurchschnittliche Küche los zu werden. Die Häppchen und die Nachspeise, gebratene Ananas mit Vanille-Eis waren jedenfalls hervorragend.

Den heutigen Seetag haben Uwe und ich wieder für die Bildbearbeitung genutzt, für die wir uns, wie immer in die Bibliothek zurückgezogen hatten.

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In der angrenzenden Pianobar sorgte die Pianistin für musikalische Untermalung unserer Arbeit, wie immer waren Scott Joplins Ragtime-Stücke mit galoppierender Geschwindigkeit dargeboten und die Klimaanlage lief wieder auf Hochtouren. Wir kamen gut voran, sowohl mit der Bildbearbeitung, als auch auf der Route nach Norwegen.

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Gegen 18 Uhr war dann die norwegische Küste in Sicht und wir schipperten auf der Seeseite am Nordkap vorbei, das auf dem obigen Bild noch im Hintergrund zu sehen ist. Das Wetter war durchwachsen, allerdings schien es zunehmend aufzuklaren.

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Gute Aussichten also, für den Nordkap-Besuch. Gegen 22 Uhr sollten wir an der Pier festmachen. Pustekuchen! In der Bucht von Honningsvåg rasselten die Ankerketten.

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Oben abgebildeter Kollege sollte angeblich zusammen mit den (nicht vorhandenen – ich hatte den befeuchteten Mittelfinger hoch gestreckt) schlechten Windverhältnissen verantwortlich dafür sein, daß wir nicht an der Pier festmachen konnten. Es würden 10 Meter Platz fehlen, hatte man uns gesagt. Einige Mitreisende vertraten eher die Meinung, daß hier die angeblich sehr teuren Liegegebühren gespart werden sollten.

Obwohl ein Raunen von Unmutsäußerungen durch’s Schiff zog, haben Uwe und ich es gelassen genommen. An Deck verfolgten wir das Klarmachen der Tenderboote und haben wohl wissend, daß “Nummer 5 lebt”, den Titel für diesen Tag sehen und fotografieren können. Es ist schon lustig, wenn man verfolgen kann, wie sich manch einer echauffiert, obwohl das Tendern reibungslos über die Bühne geht. Nur Nummer 4 hat uns ein wenig Sorgen gemacht, tat aber anschließend klaglos seinen (stinkenden) Dienst.

Da wir relativ früh ankamen, waren wir uns sicher, daß wir auf jeden Fall noch vor Mitternacht bis zum Nordkap vordringen würden, obwohl der einzige Verzögerungsfaktor, der obligatorische Touristensame auf dem Weg zum Kap noch vor uns lag. Uwe und ich sind während der 20 Minuten Aufenthalt im Bus geblieben und haben die anderen ran gelassen, sich mit Same und Rentier fotografieren zu lassen und wunderbare Souvenirs zu kaufen.

Rechtzeitig, ein ganzes Stück vor Mitternacht erreichten wir dann das Nordkap.

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Auf meiner Reise 2001 hatte ich das Glück, strahlend blauen Himmel mit Mitternachtssonne genießen zu dürfen, heute war die Lichtstimmung anders. Nur die Strahlen der Mitternachtssonne waren zu sehen, was für eine sehr schöne Lichtstimmung sorgte. Die Szenerie stellte sich in Wirklichkeit deutlich heller dar, allerdings wäre dann auf dem Bild die Lichtstimmung flöten gegangen.

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Schnell noch einen Blick auf die eigentlich nördlichste Stelle Europas riskiert, es handelt sich um die weitaus weniger spektakuläre Landzunge am oberen Bildrand, und schon war’s Mitternacht. Ein Mitreisender hat diesen Zeitpunkt, zusammen mit seinen Lieben auf dem Weltkugelpodest, mit seiner Handykamera für die Ewigkeit festgehalten.

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Nicht ohne sich vor der eigentlichen Aufnahme aufklären lassen zu müssern, daß er das Handy lieber umdrehen sollte, damit er nicht seine eigenen Ohren fotografieren würde.

Geschrieben von kuni-r am 21. Juni 2008 | Abgelegt unter Kreuzfahrt im hohen Norden,Reiseberichte Kuni | Keine Kommentare

Zw… auf Kreuzfahrt – 12

16. Juni 2008 – 866 Seemeilen

“Nach Mitternacht, noch immer Tag – in stiller Ruh liegt Honningsvåg”. In ein, zwei Stunden wird der Ausflug mit einem kulinarischen Höhepunkt enden, einer Erbsensuppe, die ehrlich alles bisher dagewesene schlägt.

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Aber noch ist es nicht so weit. Ich verbringe den Tagesanfang auf dem Nordkap, warte geduldig, bis endlich mal keiner auf dem Weltkugeldenkmal steht.

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Geschafft! – Die paar Fuzzies im Hintergrund kann man weg klonen. Wir haben noch ein wenig Freizeit und schauen uns im Gebäude noch ein wenig genauer um. Das letzte Mal hatte ich keine Gelegenheit zum sogenannten “Kings-Sight”, und damit zur Felsenkapelle zu kommen. Das kann ich heute nachholen.

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Nich gar so viele Besucher haben sich hier her verirrt. Viele sitzen wahrscheinlich im Kino und schauen sich den äußerst sehenswerten 3D-Film an. Auch die Cafeteria am Kings-Sight ist nicht besonders gut besucht.

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Trotzdem haben sich die Betreiber mit der Dekoration viel Mühe gemacht und hunderte von Teelichtern angezündet und in die Felswände gestellt. Ein sehr schöner Anblick! Nach einigen Minuten Ruhe, einem Blick und ein paar Fotos vom Kings-Sight aus mache ich mich auf den Weg zurück. Nicht, ohne im Freigelende das etwas abseits gelegene Denkmal “Kinder der Welt” besucht zu haben, das 7 Kinder aus verschiedenen Kontinenten gestaltet haben. 1989 enthüllt soll es Frieden, Zusammenarbeit und Freundschaft auf der ganzen Welt symbolisieren.

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Nach einer kurzen Verschnaufpause geht des dann mit dem Bus zurück nach Honningsvåg und auf’s Schiff. Unterwegs hat der norwegische Busfahrer noch Mitleid mit uns und hält bei einer Rentierherde kurz an. Durch die Busscheibe kann ich die karge Landschaft noch schnell im Bild festhalten, ehe es weiter geht.

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Im Hafen werden wir von unserem “Entertainer” wieder besonders fröhlich empfangen, auf’s Tenderboot geleitet und zum Dampfer gefahren. Er sorgt durch seine unnachahmliche Art bei vielen Gästen, so auch bei uns, für Lacher und fröhliche Gesichter. Überhaupt muß ich die Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft aller Matrosen hier nochmal extra herausstellen.

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Zurück auf dem Schiff wird dann auf dem Lido-Deck die Erbsensuppe vom Eingangsbild serviert. Nicht ohne größere Schlangenbildung und natürlich auch mit den obligatorischen Proletendränglern, die vermutlich extra wach geblieben sind, um ihre Ellenbogen auszufahren.

Uwe und ich lassen uns aber den eben erst frisch angefangenen Tag nicht vermiesen, genießen unser Süppchen und das frisch gebackene Brot und können nicht anders, als nochmal Nachschlag zu holen.

“Der frühe Vogel fängt den Wurm” hat sich Andrej anscheinend gedacht und für seine Mitarbeiter gleich noch ein “Meeting” anberaumt.

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Trotz wirklich langem und anstrengendem Tag waren alle noch wirklich guter Dinge und haben anscheinend das hin und wieder heute, wegen der Tenderei, doch lautstarke Gemecker perfekt weg gesteckt. Ich freue mich, daß ich mal alle so fröhlich zusammen habe.

Nach kurzem Palaver begeben Uwe und ich uns dann für das (allabendliche) Absackerbier in die Freibeuterbar, die trotz der frühen Stunde (es ist mittlerweile nach Zwei) auf Eigeninitiative von Zdenka und in ihrer Freizeit, noch offen gehalten wurde.

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Wie immer ist das Bier schon fast eingeschenkt, noch ehe wir richtig sitzen. Die Frau ist einfach die Wucht in Tüten!

Als Zdenka dann nach halb Drei die Bar schließt, nicht ohne sich nochmal mächtiges Gemecker einiger Gäste anhören zu müssen, über das wir nur den Kopf schütteln können, gehen wir an Deck, um die Abfahrt aus Honningsvåg mit zu bekommen. Ich hoffe inständig, daß der Kapitän rechts abbiegen möge, um uns die phänomenale Aussicht der norwegischen Küstenregion um Hammerfest und später die Lofoten genießen zu lassen. (Auf meiner ersten Reise in diesen Gewässern waren wir aus dem Süden ganz küstennah zu den Lofoten und von dort zum Nordkap geschippert, hatten die ganze Küstenregion entlang einen Lotsen an Bord und sind um Inselchen herum, an schroffen Bergen vorbei und unter Brücken durchgefahren. Ich hatte damals einmalige Bilder schießen können.

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Aber “nix gipps!” Wie man sehen kann liegt Honningsvåg auf der Backbordseite, es geht also außen rum. Die durch das Tendern gesparten Liegegebühren werden nicht für den Küstenlotsen zum Wohl der Passagiere eingesetzt, sondern vermutlich gleichmäßig unter den Armen (des Reeders) verteilt.

Zwei Seetage liegen vor uns. Jetzt erst mal ausschlafen.

Geschrieben von kuni-r am 21. Juni 2008 | Abgelegt unter Kreuzfahrt im hohen Norden,Reiseberichte Kuni | Keine Kommentare

Zw… auf Kreuzfahrt – 13

17. Juni 2008

Heute ist Seetag. Gestern sind wir an den Lofoten vorbeigedüst und ich war echt stinkesauer. Da ich während einer früheren Reise die Gelegenheit hatte, ganz ufernah an der norwegischen Küste entlang zu fahren, weiß ich was uns der Kapitän mit seiner “außenrum-ohne-Lotse-dafür-aber-billig-und-schnell”-Route unterschlagen hat.

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Mit dem 400er konnte ich wenigstens ein ganz klein wenig “Lofoten im Dunst” einfangen. Heute ist Zeit, sich noch um einige andere negative Aspekte dieser Reise zu kümmern. Wenn wir schon mal dabei sind, zu meckern, dann gleich umfassend.

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Ich bin ein wenig auf dem Mona Lisa unterwegs und halte den Zustand des Schiffes im Bild fest. Daß ein Dampfer auf dem Meer ständig vor sich hin rostet und ständig nachgestrichen werden muß, ist mir wohl bewußt. Nur mit dem Nachstreichen nehmen’s die auf der Mona Lisa nicht so rasend genau.

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Da gucke ich dann mal lieber aufs Meer. Zu sehen gibt es ja sonst nichts, außer dem desolaten Zustand des Schiffs.

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Innen ist mir das nachfolgend abgebildete Pissbecken in einer der öffentlichen Toiletten aufgefallen.

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Ich bin mir ziemlich sicher, daß dieser Zettel noch aus der Scholar-Ship-Zeit stammt. Kein Mensch hat sich also in den letzten Monaten dieses Pissbeckens angenommen. Und wenn man dann noch die rostigen, mit Silberbronze überstrichenen Zuleitungsrohre sieht, muß man sich überlegen, wie lange die Toilette überhaupt noch ihren Zweck erfüllt.

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Wenigstens ist heute Gala-Abend und ich habe die Hoffnung immer noch nicht aufgegeben, auch mal ein Menü kredenzt zu bekommen, das sich vom Kantineneinerlei abheben möge. Wenigstens die Vorspeise sah auf den ersten Blick vielversprechend aus.

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Owohl ich heute an unserem Tisch der Mops war, denn ich habe ein Stück vom Rand erhalten, das nicht rasend viel Lachs enthielt. na ja. Zum Glück war der dreckige, verschmierte Teller erst später auf dem Bild zu sehen. Sonst wäre mir vermutlich der Appetit gleich vergangen.

Der Rest des Menüs war leider wieder Kantinenstandard, also kein Grund noch einen weiteren Gang abzubilden.

Auf der Vorbeifahrt gab’s dann in einiger Entfernung noch einige Bohrinseln zu sehen, mit denen die Norweger zum derzeitigen Reichtum und Lebensstandard gekommen sind. Für mich bleibt an diesem Abend noch ein letzter Rundgang, der in der Freibeuterbar endet. Wir haben sogenannten “achterlichen Seegang”, was bedeutet, daß die Wellen von schräg hinten kommen. Das sorgt dafür, daß sich die Mona Lise trotz ihres relativ großen Tiefgangs ziemlich stark aufschaukelt. In der Freibeuterbar rutschen die Gläser von der Theke und Uwe wäre beinahe von einem fallenden Blumentopf mit Trockenblumen erschlagen worden. ;-)

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Mit Uwe habe ich ausgemacht, daß wir heute etwas früher schlafen gehen, damit wir morgen in aller Frühe während der Einfahrt in den Sognefjord fotografieren können. Um halb fünf klingelt der Wecker…

Geschrieben von kuni-r am 21. Juni 2008 | Abgelegt unter Kreuzfahrt im hohen Norden,Reiseberichte Kuni | Keine Kommentare

Zw… auf Kreuzfahrt – 14

18. Juni 2008 – 171 Seemeilen

…von Vik nach Flåm und dann nach Bergen. Aber erst einmal müssen wir in Vik ankommen. Wir sind früh aufgestanden und waren schon um 4:45 Uhr an Deck.

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…fängt den Wurm, heißt es. Ich hatte mich schon sehr auf die Einfahrt in den Sognefjord gefreut, ist er doch der größte und mit seinen anschließenden kleineren Armen der längste Fjord Norwegens.

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Immer wieder mal wird es ein wenig heller, manchmal drückt auch ganz kurz die Sonne ein klein wenig durch. Sehr schön an diesem Morgen sind auch die verschiedenen Wolkenstimmungen mit teilweise sehr tief hängenden Wolken. Ein beeindruckender Morgen.

südnorwegen-kUwe und ich sind noch ganz alleine an Deck. Wir fotografieren und staunen. Leider ist das Wetter an diesem Morgen nicht besonders gut. Der Himmel ist bedeckt und es ist diesig und regnerisch. Trotzdem genießen wir die etwa 200 km, die wir ins Landesinnere fahren und stellen uns vor, wie tief es unter unserem Dampfer mit bis zu 1300 Metern runter geht. Die letzten drei Tage mit Vik und Flåm, mit Bergen und Stavanger sollen die letzte Höhepunkte der Reise werden.

Wir haben eine Ganztagesreise von Vik, mit dem Bus über die Berge nach Voss und von dort aus mit dem Zug nach Myrdal gebucht. Von Myrdal aus geht es dann mit der berühmten Flåmsbana zurück nach Flåm, wo uns die Mona Lisa wieder aufnehmen wird.

Erster Halt nach der reibungslos verlaufenden Ausschiffung in Vik ist die dortige “Hopperstad Stabkirche”, die um 1140 erbaut wurde. Eine der wenigen vollständig erhaltenen Stabkirchen Norwegens.

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Leider wird gerade fleißig renoviert und ich habe mir deshalb ein Komplettbild erspart. Gerüste sind nicht gerade fotogen. Innen war’s auch schwierig, denn es kamen innerhalb kürzester Zeit vier Busse mit Mona Lisa-Ausflüglern an. Alle wollten rein und so war für mich, bei meiner Figur, leider innen auch ken Platz mehr.

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Ich habe stattdessen den Blick hinunter zum Fjord genossen, in dem sich unser Dampfer schon wieder aufmachte, um nach Flåm weiterzufahren, und dort die Halbtagesausflügler an Land zu bringen. Wir würden dort dann heute abend auch wieder zusteigen.

zuerst geht es aber mit dem Bus über das Gebirge weiter nach Voss, wo wir zum Mittagessen “verabredet” sind. Tiefliegende Wolken versperren uns anfangs leider den Blick hinunter ins Tal. Nach einem kurzen Fotostop fahren wir weiter, vorbei an schneebedeckten Bergwänden.

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Schmelzwasserseen bieten ein beeindruckendes Bild mit intensivsten türkisen Farbtönen.

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Vorbei an Wasserfällen und einem reißenden Fluss geht’s runter in ein Tal. Wir erreichen Voss. In einem Hotel ist ein opulentes Mittagsbuffet für uns angerichtet. Ich suche mir einen Platz, sehe wieder den Beginn des Ansturms und die lange Schlange und entschließe mich, wie Uwe das schon vorher entschieden hat, ebenfalls auf’s Mittagessen zu verzichten und mir die gut zwei Stunden Freizeit mit der Besichtigung von Kirche, Ort und Bahnhof zu vertreiben.

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Ein wirklich nettes Örtchen mit einer schönen Steinkirche, vielen Holzhäusern und einem hübschen Bahnhof, gleich neben dem das oben abgebildete “Fleischers Hotel” befindet, ganz aus Holz gebaut sieht es richtig verwunschen aus. Kurz nach 14 Uhr geht es dann mit dem Zug durch eine wunderschöne Landschaft weiter nach Myrdal, wo wir nach kurzer Wartezeit die berühmte Flåmsbana besteigen.

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In den nächsten ca. 45 Minuten werden wir mehr als 900 Meter Höhendifferenz überweinden. Die teilweise in den Fels gesprengte Bahnstrecke windet sich in vielen Serpentinen ins Tal.

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Die Bahn ist heute praktischn nur noch Touristenattraktion. Und so kommt es, daß auf der Strecke an einem Wasserfall sogar angehalten und ein Fotostop eingelegt wird.

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Nach einer Fahrt mit wunderschöner Aussicht (leider “fliegen” viele Motive so schnell vorbei, daß keine Zeit zum Fotografieren bleibt und ich die Serienbildfunktion meiner 5D nutzen muß, um doch noch das eine oder andere Motiv zu erhaschen) erreichen wir das Örtchen Flåm am Ende des Auranger-Fjordes, wo uns die Mona Lisa wieder erwartet.

Uwe und ich lassen es uns nicht nehmen, uns noch im Flåmsbana-Museum umzuschauen und uns kurz in den Touristenshops über diverse Norweger-Utensilien zu informieren.

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Es bleibt noch ein wenig Freizeit, wie Uwe und ich dafür nutzen, um ein wenig ab vom Touristentrubel ein bißchen zu entspannen und einen schönen Blick auf das Schiff zu erhaschen. Das Wetter ist besser geworden und die Sonne kommt ein wenig raus.

Nach kurzer Wartezeit auf das nächste Tenderboot, die uns von der Schiffsbesatzung mit heißem Kaffe und/oder Tee verkürzt wird, geht’s dann zurück an Bord.

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Mit der Rückfahrt durch den Auranger- und Sognefjord geht ein rundum gelungener Ausflugstag zu Ende. Noch schnell ein Bild von der Fjordlandschaft geknipst, ehe es über Nacht weiter nach Bergen gehen wird.

Geschrieben von kuni-r am 21. Juni 2008 | Abgelegt unter Kreuzfahrt im hohen Norden,Reiseberichte Kuni | Keine Kommentare

Zw… auf Kreuzfahrt – 15

19. Juni 2008 – 82 Seemeilen

Wir kommen verspätet in Bergen an und parken “jwd” im Containerhafen “Havnelageret Dokken”. Schade, schade, denn von einer früheren Schiffsreise kenne ich die Standard-Anlegestelle für Kreuzfahrer nur ca. 500 Meter vom alten Hafen und Bryggen entfernt. Ich hatte mich schon gefreut, daß ich eventuell noch ein wenig Freizeit dafür nutzen könnte, dort noch schnell mal hin zu laufen.

Pustekuchen – ein Buspendelverkehr soll eingerichtet werden. Fahrzeit zum Hafen ca. 10 bis 15 Minuten. An Laufen also nicht zu denken. Na ja, Uwe und ich hatten sowieso eine Ganztagesreise mit Mittagessen zum Hardangerfjord gebucht.

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Kurz vor halb Zwölf starten wir endlich zu unserer Ganztagesreise in die wunderschöne Landschaft um den Hardangerfjord. Erster Stop schon nach wenigen Kilometern an einem alten Kloster, dessen Überreste wir im Schnelldurchlauf besichtigen können. Ein Stop, den Winnie für die Fotografen unter uns wohl außertourlich organisiert hat.

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Uwe, Winnie und ich warten bis der große Run vorüber ist, um dann im Schweinsgalopp, halb walkend, halb rennend das Gelände zu durchqueren. Wenigstens für ein paar Fotos reicht’s dann doch, ehe es mit dem Bus weitergeht.

Nachdem sich örtlicher Reiseleiter und der Busfahrer über die angeblich kürzeste Strecke zur Fähre geeinigt haben, wir erstmal einige hundert Meter in die offensichtlich falsche Richtung fuhren, ging’s dann doch drauf. Aussteigen verboten – 15 Minuten Fahrt, runter von der Fähre, 15 Minuten Pinkelpause direkt an der Anlegestelle. Tolle Fotomotive von Anlegestelle, Parkplatz und norwegischen Toiletten mit riesenlanger Schlange davor.

Dann Weiterfahrt, wieder mit einem kleinen Uneinigkeitsumweg zur Kirche von Holdhus. Der Busfahrer war Schwede, der Guide Norweger. Ich hatte den Eindruck, daß sich die beiden nicht all zu gut riechen konnten.

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In der Kirche bunt gemischtes aus vielen Jahrhunderten, ein Vortrag in englisch, der von unserem Guide dann so gut wie möglich ins Deutsche übersetzt wird. Eines der ältesten Teile ist die oben abgebildete Kanzel. Ich hab keine Ahnung, was an dieser Kirche so sehenswert gewesen sein soll. Wir fahren weiter. Schöne Fotomotive werden gekonnt umfahren. Anhalten kommt nicht in Frage, wir sollen ja zum Mittagessen – es ist nach Drei.

Wir fahren Bus. Plötzlich ein Halt – Gemurmel zwischen Busfahrer und Guide. Wir wenden, fahren einige hunder Meter zurück. Stolz wird uns ein Haus neben einem großen Felsbrocken vorgeführt, der wohl vor einiger Zeit beim Runterfallen vom Berg das Haus knapp verfehlt hatte. Blah, blah – Trolle – blah, blah… Wie gesagt, alles aus dem fahrenden Bus. Wir wenden wieder und es geht weiter.

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Wir kommen zu einem Wasserfall, “unter dem man durchgehen kann, ohne naß zu werden”. Toll, wenigstens 10 Minuten Zeit, um, wieder im Schweinsgalopp, hochzulaufen und einige Fotos zu schießen.

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Zu allem Überfluß regnet’s auch noch kräftig, wie man an den Tropfen auf der Frontlinse aus dem oberen der beiden Wasserfallbilder ersehen kann.

Ob wir vor oder nach dem Wasserfall gegen 17 Uhr zu Mittag gegessen haben, weiß ich nicht mehr. Ich hab’s verdrängt. Wenigstens gab’s im Hotel ein recht gutes Buffet und Kaffee bodenlos und KEINE Rheumadecken.

Rein in den Bus, vorbei an schönen Fotomotiven husch, husch zurück nach Bergen. Kein Fotostop mehr – “keine Zeit, wir sind schon sehr spät dran…”. In Bergen ging’s dann zügig mit dem Bus an Bryggen und dem Hafen vorbei zurück zum Schiff. Obwohl ich mich bemüht habe, hat’s nicht mal zu einem Foto aus dem Bus gereicht – wir waren einfach zu schnell.

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Nach 8 Stunden Busfahrt für knappe 150 Euro (wie gesagt, ohne Rheumadecken und auch ohne Werbegeschenke), ging’s zurück auf den Dampfer und ab nach Stavanger. Wir lernen während der Ausfahrt noch das typische Bergener Wetter kennen. Mal eher freundlich, mal Schnürleregen, dann wieder freundlich – alles innerhalb weniger Minuten.

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Der Abend bricht herein und es ist schlechtes Wetter und hoher Seegang angesagt. Im Fjord, noch einige Seemeilen ab von freien Gewässern ist davon noch nicht viel zu spüren.

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Während des Abendessens (auch da erinnere ich mich nicht mehr, was es gab und wie es schmeckte – ich hab’s verdrängt) hat uns Andrej verkündet, der Käptn hätte ihm versprochen langsam zu fahren, damit die abendliche Show ohne großen Seegang vorgeführt werden könnte. Sänger und Ballett sollen auf Rollschuhen auftreten und Auszüge aus Starlight Express zum Besten geben. Heute abend ist also Musical-Show und ich beschließe, hin zu gehen.

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Zwei der Sänger, hier im Bild zu sehen, singen nach meinem laienhaften Dafürhalten wirklich gut. Toll tanzt das Ballett, das auch heute abend wieder zeigt, wie vielseitig es ist. Warum man allerdings gerade die beiden schlechteren Sänger einen ellenlangen Part mit doch recht schwierigen Songs singen lässt, ist mir dann doch nicht ganz eingängig. Die Sängerin haut öfter mal einen halben Ton daneben. Bei einer meiner Tischnachbarinnen, ihrerseits Musikerin, hole ich mir die Bestätigung, daß meine Einschätzung der dargebrachten Qualität nicht an meinem unmusikalischen Gehör liegt.

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Wenigstens ein kleiner, durchaus beeindruckender Rollschuhauftritt der Entertainmenttruppe ist uns noch vergönnt, ehe aus Sicherheitsgründen wieder auf Tanzschuhe gewechselt wird. Der Kapitän hat sein Verspreichen nicht wahr gemacht und hat inzwischen die schützende Küste verlassen. Es wird ziemlich schaukelig, was mich aber von meinem Absacker-Dosen-Weizenbier nach der Show in der Freibeuterbar nicht abhalten kann.

Heute war, trotz der paar Show-Higlights, ein echter Scheißtag. Erstmals habe ich die Buchung des Ausflugs wirklich bereut und mich über meine eigene Blödheit geärgert. Ich hätte streiken sollen, wie von einigen Busgästen vorgeschlagen. Diese 150 Euro hätte ich leichter in der Freibeuterbar versoffen, da hätte wenigstens die Zdenka, unsere Lieblings-Barfrau was davon gehabt.

Da hat auch nix geholfen, daß auch an diesem Abend wieder den Erzengel Gabriel durch’s Schiff getragen wurde. Aber davon will ich morgen oder übermorgen noch etwas mehr erzählen.

Geschrieben von kuni-r am 21. Juni 2008 | Abgelegt unter Kreuzfahrt im hohen Norden,Reiseberichte Kuni | Keine Kommentare

Zw… auf Kreuzfahrt – 16

20. Juni 2008 – 345 Seemeilen

Wir sind über Nacht von Bergen nach Stavanger gefahren, wo wir schon sehr früh am Morgen ankommen. Schon um 7:15 Uhr ist Termin für die Bootsfahrt zum Lysefjord, die ich gebucht habe. Uwe hat sich anders entschieden und ich bin nach dem gestrigen Fiasko auch ein wenig skeptisch. Mal sehen, was der Vormittag bringt.

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Direkt am Schiff holt uns ein schnelles kleines Boot ab, auf dem wir die nächste Zeit während der Fahrt zum Lysefjord verbringen werden. Ganz schön schnell, das Teil. Wie ich später erfahren werde, ist die maximale Reisegeschwindigkeit nicht ganz 30 Knoten.

Ich, Andreas (unser Reisebegleiter von der Mona Lisa) und noch ein, zwei andere haben uns gleich nach vorne zum Bug des Bootes begeben, wo schon einige mit Drahtseil angebundene Stahlrohrstühle auf uns gewartet haben. Das Bild von Andreas entstand bei Maximalgeschwindigket auf der Rückfahrt, als das “Titanic-Feeling” aufkam, während er die vorbeifliegende Landschaft im Bild festhielt.

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Vorbei am Öl(bohr)museum geht es, jetzt erst mal langsam, im Hafen sind nur maximal 6 Knoten erlaubt, in Richtung Lysefjord.

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Erst im freien Gewässer kann unser Käpt’n dann schon ein wenig Gummi geben. An vielen schönen Stellen wird die Fahrt verlangsamt, um den Passagieren Gelegenheit zum fotografieren zu geben. Wir fahren vorbei an der mondänsten Ecke Stavangers, wo die Grundstücke an der Küste, weil sie so begehrt sind, von einer an die nächste Generation vererbt werden. Ich hab schnell online meinen Kontostand abgefragt und dann doch vom Kauf des folgenden Grundstücks Abstand genommen…;-)

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Anfangs sah das Wetter gar nicht gut aus, was sich dann aber relativ schnell änderte. Es hörte auf zu tröpfeln und an einigen Ecken kam richtig die Sonne durch.

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Nach vielleicht 30 Minuten Fahrt biegen wir in den Lysefjord ein. Immer wieder fährt unser Kapitän zu schönen Stellen, hält an und lässt uns fotografieren.

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In eine Piratenbucht fährt er, nachdem das Boot vom Eingang verschwunden ist, mit unserem Kahn rein und dreht in der Bucht 2x um die eigene Achse. Vorn und hinten sind vielleicht noch je 50 cm Platz. Hier sollen sich in früheren Zeiten Piraten vor dem Zugriff der Ordnungsmacht versteckt haben. Die an drei Seiten senkrecht hochragenden Wände sind leider nicht im Bild festzuhalten. Zumindest sind sid im Bild längst nicht so spektakulär darzustellen, wie sie in Wirklichkeit waren.

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Es ergeben sich immer wieder beeindruckende Motive der Fjordlandschaft. Ich bin froh, daß wir nicht wolkenlosen blauen Himmel haben, sondern daß das Wetter wirklich im Minutentakt die Landschaft immer wieder total verändert.

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Nach kurzer Fahrt erreichen wir die Hauptakttraktion des Lysefjords, den “Prekkestolen”. Es handelt sich um ein Felsplateau von 25 x 25 Meter, ca. 600 Meter über dem Meer. Er ist landseitig durch eine 1-2 Meter breite Ritze vom Felsen abgetrennt und durch keinerlei Absperrung gesichert. Mutige rutschen auf dem Bauch nach vorne, um wenkrecht runter auf’s Wasser gucken zu können. Ich war leider noch nicht oben, aber was nicht ist, kann ja noch werden.

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Als wir uns schon ein wenig vom Ufer entfernt hatten, hab ich mit dem Tele nochmal nach oben fotografiert. Leider zeigen die Bilder in keinster Weise, wie beeindruckend das Teil und vor allem die Höhe der senkrechten Felswände sind.

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Wir fahren weiter zu einem wunderschönen Wasserfall, an dem der Obermatrose dazu verdonnert wird, uns mit einem Eimer frisches Quellwasser zu besorgen. Er wird patschnass, es gelingt ihm aber, den Eimer fast ganz zu füllen. Becher werden ausgeteilt und wir alle genießen das wirklich schmackhafte, frische Quellwasser. Oberlecker!

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Nach ein, zwei weiteren Fotostopps, es gibt wirklich jede Menge Motive, legt der Kapitän dann noch einen Scheit zu und es geht “volle Pulle” zurück Richtung Stavanger. Ich mußte unbedingt vorne stehen und die Geschwindigkeit genießen. Einmal hätt’s mich beinahe über die Reling geschmissen, als wir mehrere Male so richtig geschanzt sind. Hier entstand auch das Eingangsbild mit Andreas, dem’s ebenfalls sichtlich Spaß gemacht hat.

Nach dreieinhalb Stunden geht ein Ausflug zu Ende, der den gestrigen Reinfall wieder wett gemacht hat, und für den es jeder bezahlte Cent wert war. Gut investierte 77 Euro. Wenn ich wieder mal nach Stavanger komme, werde ich ihn wiederholen. Ich hab schon lange nicht mehr so viel Spaß gehabt.

Nachdem die Mannschaft ihre Seenotrettungsübung abgschlossen hat, verlassen wir gegen Mittag Stavanger.

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Zu mehr als diesem Abschiedsbild hat’s nicht gereicht, da uns zwei so kleine Paddelboote die Sicht genommen haben. Auf einem stand “Costa Mediterranea” und auf dem anderen “Queen Victoria”. Na ja, wollemer die Kleinen auch mal ran lassen, nicht?

Geschrieben von kuni-r am 21. Juni 2008 | Abgelegt unter Kreuzfahrt im hohen Norden,Reiseberichte Kuni | Keine Kommentare

Zw… auf Kreuzfahrt – 17

Der letzte Tag – wir erreichen wieder Bremerhaven und es geht mit dem Bus zurück nach Hause. Zeit also, für eine kleine Rückschau und eine Gesamtbewertung.

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…da fallen Späne (oder werden Sessel durchgescheuert). Ich hätte auch schreiben können “Tag 17 – warten!”.

In der Nacht von gestern auf heute mußten die großen Koffer, wie üblich, vor die Kabindentür gestellt werden. Nach dem Einpacken haben wir uns nochmal in die Freibeuterbar begeben und das letzte Alkoholfreie (für den Uwe) und das letzte Dosenweizenbier (für mich) zu genießen. Bis 24 uhr konnte auf Schiffskarte bezahlt werden.

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Gegen 23:30 Uhr wurde wieder in einer Prozession der oben abgebildete Erzengel Gabriel durch das Schiff getragen.

Für Außenstehende sah es so aus, als würde nur die Dekoration für den Aufbau der Mitternachtssnacks an ihren Platz gebracht. Wir Insider wissen aber, daß damit nur der wahre Grund kaschiert wurde. Die tägliche Erzengel-Gabriel-Prozession war nämlich dafür verantwortlich, daß wir unsere Reise letzten Endes sicher beenden konnten, daß durch den Seegang nur Gläser von der Theke, aber keine Passagiere von den Barhockern rutschten, und, das Wichtigste, daß wir keiner Sandbank zu nahe kamen.

Am Schluß der Prozession wurde dann immer der Torso des Kochs getragen.

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Böse Zungen könnten jetzt behaupten: “Kein Wunder daß das Essen so schlecht war, wenn der Koch zum einen weder Arme noch Beine hat und zum anderen jeden Tag in eben dieser kultigen Prozession durch’s Schiff getragen wird, statt in der Küche seinen Mann zu stehen”.

Aber wir sind ja keine bösen Zungen.

Das Wetter an diesem letzten Tag ist schön und ich fotografiere auf dem Dampfer ein letztes Bild von “draußen”, um die Gegebenheiten im Bild fest zu halten.

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Als wir dann am Vormittag Bremerhaven erreichen, heißt es warten, bis der Bus aufgerufen wird. Wir verziehen uns, bewaffnet mit einer Flasche Wasser, in die Bibliothek, in der die Klimaanlage auf Hochtouren werkelt. Wir haben unsere Ruhe und finden Zeit, noch einige Bilder zu machen, die ein wenig zeigen, in welch desolatem Zustand Dampfer und Einrichtung inzwischen sind.

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Auf dem Tagesbild ist die Sitzfläche einer der Ohrensessel zu sehen. Der Sessel in unserer Kabine sah noch deutlich schlimmer aus. Auf dem Bild oben sollte eigentlich die Klinke und das Schloss der Bibliothekstüre zu sehen sein. Die war abgefallen und wurde während unserer Reise nicht erneuert.

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Auch die übrigen Stühle waren teils in einem abenteuerlichen Zustand. Klar, ich weiß, gerade an einem Tag des Wartens fallen diese Dinge immer ganz besonders auf. Ich will das auch nicht überbewerten, aber ich finde es traurig. Traurig ist auch, wenn dann mal was repariert wird, wie die Couchen in der Piano-Bar, wie lieblos das vonstatten geht. Da wird für die Sitzfläche dann irgend ein ähnlichfarbiger, ansonsten aber komplett anderer Stoff verwendet.

Aber egal, ich bin ja inzwischen wieder zu Hause und habe auch diese Reise überlebt.

Bedanken möchte ich mich hier beim Erzengel Gabriel und ausdrücklich nochmal bei Andreas und Winnie, die uns oft als Reisebegleiter zugeteilt waren. Die beiden haben immer mal wieder “Fünfe grade sein lassen” und bei unseren Fotoeskapaden ein Auge, manchmal sogar zusätzlich ein Hühnerauge mit, zugedrückt. So bin ich zu Bildern gekommen, die den anderen, die nicht mal schnell um die Ecke und vom “rechten Weg” abgewichen sind, vorenthalten blieben. Die beiden haben mit ihrer Art, mit ihrer Freundlichkeit und mit ihrem Können dafür gesorgt, daß mir das gesamte Team rund um Andrej in guter Erinnerung bleiben wird.

Bis auf die Hardangerfjordrheumadeckenbusreise, die für mich wirklich grenzwertig war, haben sie dafür gesorgt, daß ich mich an alle Ausflüge gerne zurückerinnere.

Gar nicht gerne erinnere ich mich seit dieser Reise an den Veranstalter, Lord Nelson Seereisen, und an die Reederei zurück. Deren Leistungen waren mangelhaft bis ungenügend. Besonders gemein fand ich die Regelung mit den vorab zusätzlich zum Reisepreis abkassierten Trinkgeldern, die angeblich allen Mitarbeitern gleichermaßen zugute kommen sollten. Von verschiedenen Mitarbeitern auf dem Dampfer habe ich erfahren, daß vorher die Gehälter um eben diesen Trinkgeldbetrag gekürzt wurden. Die Leute verdienen miserabel und mir bleibt der (natürlich subjektive) Eindruck, daß sie ausgebeutet werden. Bei Uwe und mir gab’s deshalb für Restaurant- und Kabinenpersonal ein Extra-Trinkgeld, weil wir mit ihrer Arbeit wirklich zufrieden und teils auf’s angenehmste überrascht waren.

Isgesamt ist die Reiseroute wirklich empfehlenswert, nicht aber mit diesem Veranstalter und mit diesem Schiff. Ich habe für die nächste Kreuzfahrt mein favorisiertes Schiff in Honningsvåg schon mal von außen inspiziert.

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Die MS Dlephin und Hansa Kreuzfahrten wurden von einigen Mitpassagieren durch die Bank gelobt und empfohlen. Schaumermal, wann ich’s dann ausprobieren kann.

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Zurück nach Hause ging’s dann mit einem komfortablen Reisebus von Komm-mit-Reisen, einer ausgesprochen freundlichen Hostess und diversen, ausgeschlafenen Busfahrern mit ruhiger Fahrweise. Leider war der Weißwurstbestand von den “Zureisern”, die heute vormittag mit unserem Bus angekommen waren, komplett leer gefressen worden. Aber der Nußkranz war spitzenmäßig und verhungern mußten wir nicht.

Geschrieben von kuni-r am 21. Juni 2008 | Abgelegt unter Kreuzfahrt im hohen Norden,Reiseberichte Kuni | Keine Kommentare

Tag 1 – Kreuzfahrt Perlen der Ostsee

24./25. Juni 2006

Die grosse Reise beginnt am Abend des 24.06.. Mit dem Auto fahre ich, nach dem tollen Länderspiel Deutschland – Schweden (2:0), nach Stuttgart zum Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB), wo ich den aus dem Allgäu kommenden Bus von “Komm-mit-Reisen” besteige. Mein Freund Manfred, der zusammen mit mir die Kreuzfahrt unternimmt, ist bereits in der Nähe von Memmingen zugestiegen.

Hier in Stuttgart steigen ausser meiner Wenigkeit, noch 4 Personen zu. Die Abfahrt war für 21:45 Uhr geplant, da der Bus aber überpünktlich ankam, konnten wir so gegen 21:30 Uhr bereits den Busbahnhof in Richtung Karlsruhe verlassen, um dort die nächsten Passagiere aufzunehmen.

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Im Bus ging es lustig zu und wir wurden von den Reisebegleitern bestens versorgt. Ich muss sagen, dass wir an allen Haltestellen immer mehr als pünktlich waren, egal um welche Uhrzeit es sich handelte, denn schliesslich war es ein Busmarathon von über 12 Stunden Fahr- und Pausenzeit.

Die Fahrt ging also über Karlsruhe nach Mannheim, dann weiter nach Frankfurt-Flughafen und schliesslich unsere letzte Station war Seesen (Harz), hier die Raststätte Harz-Ost.

Von dort aus ging es weiter bis Hamburg dann Richtung Lübeck und von dort über die neue A20 nach Rostock-Warnemünde, wo unser Kreuzfahrtschiff die M/S Lili Marleen auf uns bereits wartete. Bei Ankunft in Warnemünde war es dann auch Sonntag, 25.06.2006, 09:30 Uhr.

Wir waren der erste Bus der mit den neuen Passagieren angekommen war. Die Passagiere waren noch nicht von Bord und so hiess es warten. Glücklicherweise wurden unsere Koffer direkt am Bus übernommen und auf das Schiff gebracht, so dass wir uns darum nicht mehr kümmern mussten. Welch ein Service, sage nur wunnebar!!

Ab 10:00 Uhr durften wir Einchecken und hatten dann freie Zeit bis 13:00 Umg 1280 hr. Erst dann konnten wir das Schiff betreten. Also haben wir uns entschlossen, mit unserem Handgepäck, noch etwas Warnemünde unsicher zu machen. Es war ein herrlicher Tag, endlich Urlaub und nur noch darauf achten, dass wir zwischen 13:00 und 14:00 Uhr am Pier zum Einstieg aufs Schiff waren. Kurzum wir liessen es langsam angehen und uns gutgehen.

Aber was für ein Schlag, als wir zum Terminal kamen. Da waren Sie nun, alle 400-500 Passagiere, die durch die Handgepäckkontrolle mussten, genauso wie am Flughafen. Es war drückend heiss und Manfred und ich schwitzten, was das Zeug hielt, aber wir haben tapfer durchgehalten. Es dauerte fast eine Stunde bis wir endlich durch die Kontrolle in Richtung Schiff spazieren konnten. So, es war also endlich soweit, ich durfte zum erstenmal ein Kreuzfahrtschiff betreten.

Die erste positive Überraschung, als wir an Bord kommen, werden wir von einer Stewardess direkt zu unserer Kabine D28 auf dem Dionysos-Deck gebracht und siehe da, mein Koffer war auch schon da. Kurze Zeit später kam auch der von Manfred, also die erste Hürde war genommen, unser Gepäck war da und so hatten wir alle unsere Utensilien wieder beieinander.

img 01497 Dann war es auch schon soweit, dass wir in Warnemünde ablegten, also unsere Cam’s geschnappt und ab an Deck um das Ablegen in Bildern festzuhalten, dabei natürlich auch ein paar Detailaufnahmen des Schiffes machen, war ja klar. Als wir nach längerem warten endlich den Hafen verlassen konnten, hatten wir schon etwas Verspätung. Die Reise ging also jetzt in Richtung Insel Gotland/Schweden. Hier sollten wir am nächsten Tag so gegen Mittag eintreffen. Es lagen 368 Seemeilen (682 km) vor uns.

Um 18:00 Uhr war Tischzeit und wir konnten das erstemal im Restaurant ein gepflegtes 5-Gänge-Menue auswählen. Das Essen an Bord war am ersten Abend vortrefflich.

Danach noch ein paar Erkundungsgänge, noch ein Absacker in der Bar und dann war die Bettkarte gezwickt, wir waren beide Hundemüde von der langen Busreise.

Soviel zum 1. Tag der Reise.

Geschrieben von schwoeru am 2. Juli 2006 | Abgelegt unter Kreuzfahrt Ostsee,Reiseberichte Uwe | Keine Kommentare

Tag 2 – Kreuzfahrt Perlen der Ostsee

26. Juni 2006 – Visby/Gotland (Schweden)

Wir haben uns auf Frühstück so gegen 9.00 Uhr geeinigt, also Aufstehen so gegen 08:00 Uhr. Klappt auch wunderbar.

Wir geniessen unser 1. Frühstück im Freien bei schönem Wetter. Es fehlt an nichts und so können wir uns ausgiebig stärken, damit wir für den Landgang in Visby auf Gotland bestens gerüstet sind.

Es ist übrigens der einzige Tag unserer Reise, bei der wir keinen geführten Ausflug gebucht haben und es stellte sich heraus, dass wir da vollkommen richtig gehandelt hatten.

img 01626Nach der Ankunft des Schiffes im Hafen von Visby, durften wir relativ früh von Bord gehen. Es war sehr warm und wir überlegten, was wir alles mitnehmen wollten. Schliesslich haben wir uns für das komplette Foto-Gepäck entschieden. Im nachhinein kann ich sagen, dass die Entscheidung zwar richtig, aber auch schweisstreibend war.

Manfred und ich zogen also los um das “alte” Visby kennenzulernen und ich muss sagen, dass wir den Ausflug ohne Führer sehr genossen haben, da wir uns für die Fotomotive Zeit lassen konnten und niemand das Zeichen gab, dass wir weiter müssten. Also haben wir uns ganz den schönen Motiven von Visby gewidmet.

Die Stadtmauer, die Tore und Türme, aber auch den alten Steinkirchen und natürlich auchimg 01728 ShiftN den alten Häusern der Stadt.

Aber auch die Gemütlichkeit haben wir nicht vergessen und in einem kleinen Strassencafé einen schwedischen Kuchen und einen guten Kaffee getrunken.

Dann begaben wir uns wieder auf Motivsuche um noch weitere Eindrücke von Visby im Bild festzuhalten. Aber die Zeit verging wie im Fluge und so mussten wir uns wieder auf den Rückweg zum Hafen und damit zur Lili Marleen machen. Dies taten wir mit dem Gefühl einen erlebnisreichen Nachmittag hinter uns zu haben.

Zurück in unserer Kabine haben wir uns erst mal frisch gemacht und anschliessend noch etwas relaxed, bevor das Abendessen auf uns wartete, welches wir sehr genossen haben.

Während des Essens legte die Lili Marleen vom Pier ab und begann die Seereise von Gotland mit Kurs auf Tallinn(Estland). Es lagen wieder 253 Seemeilen (= 369 km) vor uns.

Fortsetzung folgt

Geschrieben von schwoeru am 2. Juli 2006 | Abgelegt unter Kreuzfahrt Ostsee,Reiseberichte Uwe | Keine Kommentare

Tag 3 – Kreuzfahrt Perlen der Ostsee

27. Juni 2006 – Tallinn (Estland)

Die Ankunft in Tallinn war wieder um die Mittagszeit geplant, was auch wieder hervorragend klappte.

Diesmal hatten wir uns für einen Ausflug “Spaziergang durch Tallinn” angemeldet. Wir wurden pünktlich abgeholt und fuhren mit dem Bus vom Hafen in die Oberstadt. Unserem Führer Eduard macht das Ganze richtig viel Spass, denn er erzählte viele Dinge über Tallinn, aber auch über das tatsächliche Leben in Estland und natürlich in besonderem vom Leben in Tallinn. An den Wochenenden beispielsweise, fallen die Engländer ein, da es eine Flugverbindung mit England (Billigflüge) gibt. Aber die Engländer fallen natürlich auf und deshalb gibt es in Tallinn bereits Kneippen, wo schon am Eingang steht, dass “Sie” unerwünscht sind. Ausserdem ist in der Stadt so voll von Touristen, dass die Einheimischen sich zurückziehen.

Es ist natürlich klar, dass die Besichtigungen eigentlich immer im Massenandrang bewältigt werden mussten, da wir ja nicht der einzige Bus waren, der unterwegs war. Aber mit dem Fotografieren hat es doch einigermassen geklappt, da wir doch zu Fuss unterwegs waren.

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Am Ende der Führung haben wir dann noch eine halbe Stunde zur freien Verfügung bekommen, was wir dazu genutzt haben auch andere Strassen aufzusuchen um dort noch lohnende Motive zu entdecken.

Danach begaben wir uns wieder in Richtung Rathaus von Tallinn, wo wir den Rest unserer Gruppe wieder trafen und uns dann gemeinsam wieder in Richtung Bus bewegten.

Es war ein herrlicher Tag in Tallinn, allerdings viel zu kurz um sich ausgiebig dem Fotografieren widmen zu können, auch die Motivwahl musste oft sehr zügig getroffen werden, da wünschte ich mir dann doch wieder individuell unterwegs zu sein. Aber es machte trotzdem Spass, vor allem sei hier auch Eduard, unserem Reiseführer, gedankt.

img 01859aimg 01936a

Festzuhalten bleibt, Tallinn in einem halben Tag ist nicht ausreichend, wir sollten nochmals wiederkommen.

Nach der Rückkehr aufs Schiff, legte die Lili Marleen auch schon wieder ab und nahm Kurs auf St. Petersburg (Russland). Die Entfernung 197 Seemeilen (= 365 km).

Fortsetzung folgt

Geschrieben von schwoeru am 2. Juli 2006 | Abgelegt unter Kreuzfahrt Ostsee,Reiseberichte Uwe | Keine Kommentare

Tag 4 – Kreuzfahrt Perlen der Ostsee

28.06.2006 – St. Petersburg (Russland)

In St. Petersburg sind wir bereits sehr früh am Morgen in den Hafen eingelaufen. Nachdem wir in der Nacht die Uhren nochmals eine Stunde vorgestellt hatten, mussten wir trotz dieses Umstandes sehr früh aus den Betten. Der Ausflug war schon sehr früh geplant und sollte etwa 9 Stunden dauern. Welch eine Freude für uns, dass wir soviel Zeit in St. Petersburg verbringen werden und zudem noch nach Puschkin fahren werden um den Sommerpalast mit dem berühmten Bernsteinzimmer zu besichtigen.

Die Passkontrolle, um in Russland eingelassen zu werden, dauerte etwas, da die streng dreinblickende Dame uns sehr genau musterte, aber welch ein Glück, wir hielten der “Beschau” stand und durften passieren.

Der Bus wartete schon und dort auch unsere Reiseleiterin Lena. Endlich waren alle Teilnehmer unseres Busses eingestiegen und wir konnten schliesslich losfahren. Wir fuhren aus dem Hafen und begaben uns in die Stadt um gleich kurz darauf für einen kurzen Fotostopp anzuhalten. Aber wie gehabt, wenn mehrere Busse dann fast kein Parkplatz für den Bus und natürlich Unmengen an Menschen. Gut ein paar Aufnahmen haben wir auch dort machen können. Es war aber wieder nicht möglich sich etwas ausgiebiger dem Fotografieren zu widmen. Es war nur ein Stopp von 10 Minuten und bis “ältere” Herrschaften einen Bus verlassen haben, sind meistens schon fast 5 Minuten vergangen.

Nun denn, wieder einsteigen und weiter, viel wird aus dem Bus heraus gezeigt und wir haben versucht Bilder zu macimg 02421a hen, was aber bei der Fahrweise des Busfahrers nur schlecht möglich war, entweder er stand, man erspähte das Motiv, wollte gerade abdrücken, da startete der Bus auch schon wieder los und das Bild war für die Mülltonne, Gott sei Dank, dachte ich mir, dass ich keine Analogkamerea mehr habe, sonst würde ich mich jetzt wieder richtig ärgern. So ging es aber doch des öfteren. St. Petersburg erstickt im Verkehr, dieser Tatsache konnten wir uns am Ende des Tages leider auch nicht mehr verschliessen, denn wir waren von ca. 9 Stunden Ausflug fast 4

Stunden im Bus und das dann meist im Stau. Es hat wohl Spass gemacht, aber die ewige Staufahrerei geht einem dann schon auf den Senkel, zumal man manch andere Location hätte zu Fuss in wesentlich kürzerer Zeit hätte erreichen können.

Das St. Petersburg zu Fuss, das wäre ein Ausflug nach Manfred’s und meinem Geschmack gewesen, aber was jetzt nicht war, kann ja ein anderes mal noch werden.

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Alles in allem war es trotz der widrigen Umstände ein schöner Tag, mit der Feststellung, dass man für St. Petersburg ruhig eine ganze Woche, besser wahrscheinlich 2 Wochen einplanen sollte um all diimg 02116a e Museen und Paläste usw. zu besichtigen. Natürlich dürfen die Kirchen nicht vergessen werden und ebenso der Peterhof, den wir leider nur von weitem gesehen haben, da dies ein separater Ausflug war. Nun ja, alles kann man nicht haben, aber die Chance dies noch nachzuholen ist gegeben.

Schliesslich waren wir so gegen 17:30 Uhr Petersburger Zeit wieder im Hafen und mussten wieder durch die Passkontrolle und den strengen Blick der Dame aushalten, was aber wieder ohne Probs klappte. Wir waren auch beide ganz artig und haben uns keinen “lockeren Spruch” erlaubt, wer weiss, was da passiert wäre?

Schliesslich legten wir in St. Petersburg wieder ab und begaben uns auf Kurs Richtung Helsinki (Finnland). Es lagen wieder eine Nacht und 185 Seemeilen (=343 km) vor uns und wir konnten uns wieder ausschlafen.

Fortsetzung folgt

Geschrieben von schwoeru am 2. Juli 2006 | Abgelegt unter Kreuzfahrt Ostsee,Reiseberichte Uwe | Keine Kommentare

Tag 5 – Kreuzfahrt Perlen der Ostsee

29. Juni 2006 – Helsinki (Finnland)img 02531a

Um die Mittagszeit sind wir im Hafen von Helsinki eingetroffen. Kurze Zeit später konnten wir das Schiff verlassen und uns zu unserem Bus begeben, der uns unserem Reisebegleiter in das mittelalterliche Porvoo brachte.

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Zunächst besuchten wir aber den Dom von Helsinki, der heute als Bibliothek dient. Dann begannen wir unsere Fahrt nach Porvoo. Etwa 1 Stunde später waren wir an Ort und Stelle.

img 02597aWir hatten die Möglichkeit uns mit Führer oder ohne ihn in der Stadt zu bewegen. Wir besuchten die Kirche des Ortes, eigentlich eine Sehenswürdigkeit, aber durch Brandstiftung im Mai dieses Jahres blieben nur noch die Mauern stehen. Der Geruch von verbranntem Holz umgibt die Kirche noch immer. Es wird schon daran gearbeitet um alles wieder herzustellen. Die 3 jugendlichen Täter (18 – 23 Jahre) sitzen alle hinter Gitter und haben einen Schuldenberg von ca. 5 Mio. Euro abzutragen, soviel wird der Wiederaufbau kosten, der Ende 2008 bzw. Anfang 2009 abgeschlossen sein soll. Danach begaben wir uns noch ins Heimatmuseum und anschliessend noch in schönes Cafe um dort einen guten Kuchen mit Kaffee für ca. 10,00 Euro zu geniessen. Es ist schon hart, wie die Euros so durch die Hände fallen und sich in Kaffee und Kuchen auflösen.

img 02639aAber es war sehr schön sich im Hinterhof des Cafes aufzuhalten. Nach etwas mehr als 1 Stunde Aufenthalt mussten wir wieder zum Bus zurück und die Rückfahrt antreten. Dieses mal wählte der Führer eine andere Route, so dass wir noch mehrere Sehenswürdigkeiten von Helsinki wenigstens aus dem Bus heraus sehen konnten. Auch Helsinki ist sicher noch eine Reise wert.

Die Abfahrt war für 18:00 Uhr Ortszeit geplant und wurde wie immer auch eingehalten.

Die MS Lili Marleen nahm Kurs auf Saaremaa (Estland), das 183 Seemeilen (= 339 km) von Helsinki entfernt ist. Zum Glück durften wir die Uhren in dieser Nacht um 1 Stunde zurückstellen, so dass uns wenigstens wieder 1 Stunde zurückgegeben wurde.

Geschrieben von schwoeru am 2. Juli 2006 | Abgelegt unter Kreuzfahrt Ostsee,Reiseberichte Uwe | Keine Kommentare

Tag 6 – Kreuzfahrt Perlen der Ostsee

30.06.2006 – Saaremaa (Estland)

Heimlich still und leise haben wir in der Nähe von Tagaranna, am nagelneuen Pier für Kreuzfahrtschiffe angelegt. Als wir um 7:00 Uhr aufstanden, waren wir bereits fest vertäut.

Also nichts wie los zum Frühstück, denn die Landausflüge waren ab 8:30 Uhr geplant und schliesslich waren die Busse auch schon da. Wie wir erfahren haben, werden die Busse auf dem Festland bestellt und fahren dann über die Fährverbindung und den Damm nach Saaremaa.

Endlich war es soweit, dass wir von Bord durften. Auch hier gab es eine Zollstation und wir durften wieder mal unseren Reisepass zeigen. Aber es war alles etwas anders als wir es seither bei unseren Landgängen gewohnt waren. Es war einfach nur ruhig, kein Lärm ausser dem, den die Kreuzfahrtpassagiere verursachten. Also haben wir unseren Bus gesucht und auch gleich gefunden. Unsere Ausflugsbegleiterin Kaja war eine sehr kompetente und auch witzige Begleiterin.

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Auf Saaremaa gab es bis vor kurzem noch sehr wenige asphaltierte Strassen. Dies ändert sich in den nächsten Tagen und Monaten, denn aus den Schotterpisten werden schöne geteerte Strassen. Nur eines sollte man nicht machen, versuchen auf eigene Faust in dieser kurzen Zeit die Insel zu erkunden, da es am Hafen kein einziges Taxi gibt, sofern es auf Saaremaa überhaupt Taxen gibt, denn gesehen haben wir keines.

img 02744aWir fuhren also los bis zum nächsten Ort Mustjala, der aus ein paar wenigen Häusern bestand. Man erklärte uns, dass nur sehr wenige Menschen noch hier leben und die meisten Häuser als Ferienhäuser dienen. Es gab also hier wenig zu erkunden, aber ein paar Aufnahmen konnten wir bei diesem Halt schon machen, vor allemimg 02694a wenn man nicht dem Pulk der Leute folgt, sondern sich etwas absetzt und die Zeit nicht vergisst.

Anschliessend fuhren wir in ein Dorf und besichtigten das dortige Museum, in dem verschiedene Gegenstände, die das Leben auf Saaremaa zum Teil widerspiegeln zusammengetragen wurden. Es kommt einem vor, als wäre die Insel erst gerade entdeckt worden und die Bewohner beginnen gerade sich auf den Tourismus einzustellen. Anschliessend haben wir die Kirche bzw. einen Laden besichtigt indem man handgefertigte Strickwaren kaufen konnte. Allein die Vorstellung trieb mir schon den Schweiss auf die Stirn. Dann noch ab in die Kirche wo wir einiges über den Kirchenbau aber auch über das Christentum auf Saaremaa erfahren haben.

img 02779aSchliesslich wurden wir noch zum Dorfplatz gebracht, wo wir einer Vorführung von Einheimischen beiwohnten. Sie zeigten uns, wie auf Saaremaa eine Hochzeit gefeiert wird. Die ganze Zeremonie dauert immer 3 Tage und es wird viel gesungen und getanzt.

Danach war es auch schon wieder Zeit sich von diesem Ort zu verabschieden. Wir fuhren noch einen alten Friedhof in der Nähe an, der recht idyllisch im Wald gelegen war. Es gibt dort zwar einen Zugang mit einem Tor, aber im Normalfall steigen die Besucher über eine Treppe integriert in die Steinmauer. Die Zeit war knapp und man konnte nur kurz den Erklärungen von Kaja lauschen und schon mussten wir wieder in den Bus. Der Besuch auf Saaremaa näherte sich schon wieder seinem Ende und unser Bus rollte unaufhaltsam wieder Richtung Hafen, wo die Lili Marleen schon auf uns wartete, damit sie ablegen kann und den Kurs auf Gydina (Polen) nehmen konnte.

Den Nachmittag an Bord haben wir mit Kaffee und Kuchen bzw. relaxen verbracht (schliesslich hatten wir ja Urlaub und der solllte auch der Erholung dienen).

Ach ja, fast hätte ich es vergessen bis Gydina waren es 290 Seemeilen (=537 km).

Fortsetzung folgt

Geschrieben von schwoeru am 2. Juli 2006 | Abgelegt unter Kreuzfahrt Ostsee,Reiseberichte Uwe | Keine Kommentare

Tag 7 – Kreuzfahrt Perlen der Ostsee

01. Juli 2006 – Gydina/Gdansk (Polen)

Wir sind wieder früh Morgens in Gydina im Hafen angekommen und haben am Pier angelegt. Vor uns liegt ein Frachter der mit Stahl beladen wird. Danach beginnt das übliche Prozedere bis wir von Bord dürfen. Direkt vor dem Schiff warten schon unsere Busse. Gegenüber sehen wir auch wieder den riesigen amerikanischen Kreuzfahrer, mit seinen bestimmt 2000 Passagieren. Dies bedeutet, dass es heute in Danzig gut eng werden würde.

img 03056aIm Bus lernen wir zunächst unsere Führerin die “rote” Irene kennen, die mit viel Witz und Sachkenntnis uns die Busfahrt etwas angenehmer macht. Wir begaben uns also auf die Fahrt nach Danzig. Unterwegs wurde uns viel erklärt, auch über die Besatzung durch die Russen. Nach der Wende hat sich Polen aber inzwischen so gewandelt, dass an allen Ecken und Enden die Supermärkte und andere grosse Ketten das Bild prägen. So sind wir beispielsweise an Lidl-Märkten vorbeigefahren und haben Hinweisschilder für den Einkauf in einem Kaufland gesehen, allerdings habe ich da dann doch ALDI vermisst, ist der vielleicht gar nicht nach Polen expandiert? Na ja, egal.

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Nach längerer Fahrt sind wir schliesslich in der Rechtstadt Danzig angekommen und können zu Fuss mit der Besichtung, der wiederaufgebauten Altstadt beginnen. So sehen wir das Krantor usw. und laufen auch durch die Gassen der Stadt. Schliesslich kommen wir in die Fussgängerzone und auch in den Dom von Danzig, dort können wir einige Bilder machen, allerdings ohne Blitz.

img 02895aSchliesslich laufen wir durch die Einkaufsstrasse wo rechts und links viele Geschäfte img 02960a sind, aber überwiegend Schmuckgeschäfte, die Bernsteinschmuck verkaufen. Auch wir besichtigen eines dieser Geschäfte, wo wir kurz gezeigt bekommen was echter Bernstein ist und wie man ihn vom künstlichen Bernstein unterscheiden kann. Hier haben wir anschliessend noch etwas Zeit um auf eigene Faust noch das eine oder andere Objekt zu fotografieren.

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Dann ist es auch schon wieder Zeit uns auf den Weg nach Oliva zu machen um dort in der Klosterkirche ein Orgelkonzert zu erleben. Die Kirche selbst ist sehr üppig mit Gold übersät. Das Konzert selbst war sehr beeindruckend, was das Orgelspiel betrifft,als auch die Orgel selbst. Es dauerte etwas mehr als eine halbe Stunde und danach mussten wir uns schon wieder in Richtung Bus begeben um dann wieder zum Hafen nach Gydina zu fahren.

Wir wurden wieder direkt vor dem Schiff ausgeladen.

Dies war unser letzter Ausflug, was für uns bedeutete, dass das Ende unserer Seereise langsam näher rückte. Es zeigte sich auf auf dem Schiff, als wir in die Kabine kamen, hatten wir schon Post mit Terminen bezüglich der Ausschiffung und Abholung von Banderolen für das Gepäck usw..

Abends mussten wir packen, da unser Gepäck bis spätestens 2:00 Uhr früh vor der Kabinentür stehen musste.

Nach dem Essen gab es noch eine Musical-Show an Bord, die sehr gut ankam.

Es folgt der letzte Tag!

Geschrieben von schwoeru am 2. Juli 2006 | Abgelegt unter Kreuzfahrt Ostsee,Reiseberichte Uwe | Keine Kommentare

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