Fotobuch der Chinareise

04.11.2012

Ja, wir wissen, lange ist es her, dass wir in China waren. Aber es ist halt einfach so, dass das Berufsleben bei uns Prio 1 hat. Deshalb hat es etwas gedauert, bis, in diesem Fall, ich, die beiden Fotobücher zur Chinareise erstellt hatte. Dann waren da noch Probleme mit der Erstellsoftware der jeweiligen Anbieter zu umschiffen. Leider lässt der Support doch etwas zu wünschen übrig, aber das ist ein ganz anderes Thema, aber nicht weniger interessant.

Aber jetzt wollen wir uns der Chinareise zuwenden, die doch sehr erfreulich verlaufen ist. Wir haben nette Menschen kennengelernt und auch die asiatische (oder chinesische) Mentalität genossen. Die Reise selbst war von Phoenix-Reisen, Bonn sehr gut vorbereitet und es haben auch alle Transfers etc. bestens geklappt. Die beiden Bücher, die ich hier verlinkt habe sind im Original als Fotobücher mit der Saal Digital Software entstanden. Mit der Flippingbook Software habe ich die PDF-Dateien so aufbereitet, dass man sie umblättern kann. Wünsche dem Leser viel Spass beim durchblättern des Buches, bzw. der Bücher. Die Bücher sind direkt hintereinander gelegt.

Viel Spass beim Blättern.

Reisetagebuch – Tag 2 – 06.06.2008

Wir sind endlich auf der Nordsee unterwegs zu den Orkney-Inseln, wo wir morgen früh eintreffen werden.
Die See blieb ruhig, wir kamen bestens voran und wir haben das “faule” Leben an Bord genossen. Unsere ersten Bilder vom Vortag bearbeitet und gesichert. Kleine Fototour auf der Mona Lisa unternommen, aber sonst nur relaxed.

Reisetagebuch – Tag 3 – 07.06.2008

Morgens sind wir vor Kirkwall (Orkney-Inseln), dem Hauptort, vor Anker gegangen. Kurz nach 8:00 Uhr ging es dann los, das Tender-Boot fahren. Alles lief glatt, keiner fiel ins Wasser, nicht lachen, wir haben viele ältere Herrschaften an Bord, da fühlst Du dich wie ein junger Spunt.
Na ja, auf jeden Fall wartete unser Busfahrer schon auf uns und mit ihm die Reiseleiterin Kim und unser Betreuer vom Schiff, der Andreas. Dann gings los, wir fuhren kurz durch Kirkwall, um dann zu unseren Ausflugszielen zu gelangen. An den schönsten Fotomotiven sind wir vorbeigerauscht, unsere innere Motivklingel war perament am sich melden, aber es nützte uns nichts, keiner hatte für uns Verständnis. Dann aber doch, der erste Halt. Ein paar “alte” Steine angeordnet “Ring of Brodgar”, mitten in der Landschaft – Archeologische Wunder – keiner kann genau sagen, wie die hierher gekommen sind. Der Aufenthalt sehr kurz, dann weiter zum nächsten Punkt des Ausflugs. Wir fühlten uns fast wie auf der Flucht. Als wir dann auch die letzten Steine gesehen hatten wurden wir zu einem ehemaligen Landgut, das inzwischen zum Museum geworden ist gebracht. Hier wurden irgendwann mal Behausungen von einem Orkan freigelegt und inzwischen so freigelegt, dass man sie besichtigen kann. Dann noch ins Museum, hier war mal wieder fotografieren verboten. Ich versteh’ das immer noch nicht, denn deshalb verkaufen sie an mich erst recht keine Ansichtskarte bzw. irgendwelche Broschüren.
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Reisetagebuch – Tag 4 – 08.06.2008

Wir durchqueren den Atlantik in Richtung Island, wieder ein ganzer Tag auf See und was für einer. Ein doch kräftiger Seegang setzt mir und doch vielen Gästen an Bord mächtig zu. Die Seekrankheit hatte mich erwischt. Aber nicht so, dass ich an der Reeling hing und mir die Seele aus dem Leib kotzte, nein mir wurde nur warm und kalt und das Gleichgewicht ging mir etwas verloren.
Also habe ich mich einfach ins Bett gelegt und den sowieso kaputten Tag verpennt. Das Abendessen wollte ich doch gern zu mir nehmen, als nichts wie hin. Ich muss sagen, dass ich es nur bis zum dritten Gang des Menüs geschafft habe, den Hauptgang liess ich dann aus. Mehr war für mich einfach nicht drin und diese Tabletten wollte ich jetzt nicht wirklich nehmen. Also blieb ich einfach in horizontaler Lage, was meinem Wohlbefinden sehr gut tat.
Kurzum, der Tag und die folgende Nacht wurden ohne irgendliche Folgeschäden überstanden und stetig kamen wir unserem Ziel näher.

Reisetagebuch – Tag 5 – 09.06.2008

Am Morgen sind wir dann in den Containerhafen von Reykjavík/Island eingelaufen. Was uns aber hart traf, wir mussten schon um 6:00 Uhr aufstehen, ein ziemlich unchristliche Zeit im Urlaub, wenn ich auch den Vortag mehr oder weniger verpennt hatte.

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Reisetagebuch – Tag 6 – 10.06.2008

Die Nacht verbrachten wir in ruhiger See und umfuhren dabei Island, bis nach Akureyri unserem nächsten Halt. Auch hier hatten wir einen Ausflug eingeplant. Wir wurden also an Land von unserer Reisebegleiterin Ann-Katrin empfangen. Auch hier erfuhren wir einiges über das Leben auf Island und im besonderen aus der Gegend um Akureyri.
Nach kurzer Fahrt erreichten wir den Botanischen Garten, den wir kurz besichtigten. Hier sind viele Pflanzen zu sehen, die jetzt nicht unbedingt auf Island beheimatet sind. Als sehr gepflegter Garten bleibt dieser Besuch in Erinnerung.


Bild:Aufnahmen Botanischer Garten in Akureyri
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Tag 1 – Kreuzfahrt Perlen der Ostsee

24./25. Juni 2006

Die grosse Reise beginnt am Abend des 24.06.. Mit dem Auto fahre ich, nach dem tollen Länderspiel Deutschland – Schweden (2:0), nach Stuttgart zum Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB), wo ich den aus dem Allgäu kommenden Bus von “Komm-mit-Reisen” besteige. Mein Freund Manfred, der zusammen mit mir die Kreuzfahrt unternimmt, ist bereits in der Nähe von Memmingen zugestiegen.

Hier in Stuttgart steigen ausser meiner Wenigkeit, noch 4 Personen zu. Die Abfahrt war für 21:45 Uhr geplant, da der Bus aber überpünktlich ankam, konnten wir so gegen 21:30 Uhr bereits den Busbahnhof in Richtung Karlsruhe verlassen, um dort die nächsten Passagiere aufzunehmen.

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Im Bus ging es lustig zu und wir wurden von den Reisebegleitern bestens versorgt. Ich muss sagen, dass wir an allen Haltestellen immer mehr als pünktlich waren, egal um welche Uhrzeit es sich handelte, denn schliesslich war es ein Busmarathon von über 12 Stunden Fahr- und Pausenzeit.

Die Fahrt ging also über Karlsruhe nach Mannheim, dann weiter nach Frankfurt-Flughafen und schliesslich unsere letzte Station war Seesen (Harz), hier die Raststätte Harz-Ost.

Von dort aus ging es weiter bis Hamburg dann Richtung Lübeck und von dort über die neue A20 nach Rostock-Warnemünde, wo unser Kreuzfahrtschiff die M/S Lili Marleen auf uns bereits wartete. Bei Ankunft in Warnemünde war es dann auch Sonntag, 25.06.2006, 09:30 Uhr.

Wir waren der erste Bus der mit den neuen Passagieren angekommen war. Die Passagiere waren noch nicht von Bord und so hiess es warten. Glücklicherweise wurden unsere Koffer direkt am Bus übernommen und auf das Schiff gebracht, so dass wir uns darum nicht mehr kümmern mussten. Welch ein Service, sage nur wunnebar!!

Ab 10:00 Uhr durften wir Einchecken und hatten dann freie Zeit bis 13:00 Umg 1280 hr. Erst dann konnten wir das Schiff betreten. Also haben wir uns entschlossen, mit unserem Handgepäck, noch etwas Warnemünde unsicher zu machen. Es war ein herrlicher Tag, endlich Urlaub und nur noch darauf achten, dass wir zwischen 13:00 und 14:00 Uhr am Pier zum Einstieg aufs Schiff waren. Kurzum wir liessen es langsam angehen und uns gutgehen.

Aber was für ein Schlag, als wir zum Terminal kamen. Da waren Sie nun, alle 400-500 Passagiere, die durch die Handgepäckkontrolle mussten, genauso wie am Flughafen. Es war drückend heiss und Manfred und ich schwitzten, was das Zeug hielt, aber wir haben tapfer durchgehalten. Es dauerte fast eine Stunde bis wir endlich durch die Kontrolle in Richtung Schiff spazieren konnten. So, es war also endlich soweit, ich durfte zum erstenmal ein Kreuzfahrtschiff betreten.

Die erste positive Überraschung, als wir an Bord kommen, werden wir von einer Stewardess direkt zu unserer Kabine D28 auf dem Dionysos-Deck gebracht und siehe da, mein Koffer war auch schon da. Kurze Zeit später kam auch der von Manfred, also die erste Hürde war genommen, unser Gepäck war da und so hatten wir alle unsere Utensilien wieder beieinander.

img 01497 Dann war es auch schon soweit, dass wir in Warnemünde ablegten, also unsere Cam’s geschnappt und ab an Deck um das Ablegen in Bildern festzuhalten, dabei natürlich auch ein paar Detailaufnahmen des Schiffes machen, war ja klar. Als wir nach längerem warten endlich den Hafen verlassen konnten, hatten wir schon etwas Verspätung. Die Reise ging also jetzt in Richtung Insel Gotland/Schweden. Hier sollten wir am nächsten Tag so gegen Mittag eintreffen. Es lagen 368 Seemeilen (682 km) vor uns.

Um 18:00 Uhr war Tischzeit und wir konnten das erstemal im Restaurant ein gepflegtes 5-Gänge-Menue auswählen. Das Essen an Bord war am ersten Abend vortrefflich.

Danach noch ein paar Erkundungsgänge, noch ein Absacker in der Bar und dann war die Bettkarte gezwickt, wir waren beide Hundemüde von der langen Busreise.

Soviel zum 1. Tag der Reise.

Tag 2 – Kreuzfahrt Perlen der Ostsee

26. Juni 2006 – Visby/Gotland (Schweden)

Wir haben uns auf Frühstück so gegen 9.00 Uhr geeinigt, also Aufstehen so gegen 08:00 Uhr. Klappt auch wunderbar.

Wir geniessen unser 1. Frühstück im Freien bei schönem Wetter. Es fehlt an nichts und so können wir uns ausgiebig stärken, damit wir für den Landgang in Visby auf Gotland bestens gerüstet sind.

Es ist übrigens der einzige Tag unserer Reise, bei der wir keinen geführten Ausflug gebucht haben und es stellte sich heraus, dass wir da vollkommen richtig gehandelt hatten.

img 01626Nach der Ankunft des Schiffes im Hafen von Visby, durften wir relativ früh von Bord gehen. Es war sehr warm und wir überlegten, was wir alles mitnehmen wollten. Schliesslich haben wir uns für das komplette Foto-Gepäck entschieden. Im nachhinein kann ich sagen, dass die Entscheidung zwar richtig, aber auch schweisstreibend war.

Manfred und ich zogen also los um das “alte” Visby kennenzulernen und ich muss sagen, dass wir den Ausflug ohne Führer sehr genossen haben, da wir uns für die Fotomotive Zeit lassen konnten und niemand das Zeichen gab, dass wir weiter müssten. Also haben wir uns ganz den schönen Motiven von Visby gewidmet.

Die Stadtmauer, die Tore und Türme, aber auch den alten Steinkirchen und natürlich auchimg 01728 ShiftN den alten Häusern der Stadt.

Aber auch die Gemütlichkeit haben wir nicht vergessen und in einem kleinen Strassencafé einen schwedischen Kuchen und einen guten Kaffee getrunken.

Dann begaben wir uns wieder auf Motivsuche um noch weitere Eindrücke von Visby im Bild festzuhalten. Aber die Zeit verging wie im Fluge und so mussten wir uns wieder auf den Rückweg zum Hafen und damit zur Lili Marleen machen. Dies taten wir mit dem Gefühl einen erlebnisreichen Nachmittag hinter uns zu haben.

Zurück in unserer Kabine haben wir uns erst mal frisch gemacht und anschliessend noch etwas relaxed, bevor das Abendessen auf uns wartete, welches wir sehr genossen haben.

Während des Essens legte die Lili Marleen vom Pier ab und begann die Seereise von Gotland mit Kurs auf Tallinn(Estland). Es lagen wieder 253 Seemeilen (= 369 km) vor uns.

Fortsetzung folgt

Tag 3 – Kreuzfahrt Perlen der Ostsee

27. Juni 2006 – Tallinn (Estland)

Die Ankunft in Tallinn war wieder um die Mittagszeit geplant, was auch wieder hervorragend klappte.

Diesmal hatten wir uns für einen Ausflug “Spaziergang durch Tallinn” angemeldet. Wir wurden pünktlich abgeholt und fuhren mit dem Bus vom Hafen in die Oberstadt. Unserem Führer Eduard macht das Ganze richtig viel Spass, denn er erzählte viele Dinge über Tallinn, aber auch über das tatsächliche Leben in Estland und natürlich in besonderem vom Leben in Tallinn. An den Wochenenden beispielsweise, fallen die Engländer ein, da es eine Flugverbindung mit England (Billigflüge) gibt. Aber die Engländer fallen natürlich auf und deshalb gibt es in Tallinn bereits Kneippen, wo schon am Eingang steht, dass “Sie” unerwünscht sind. Ausserdem ist in der Stadt so voll von Touristen, dass die Einheimischen sich zurückziehen.

Es ist natürlich klar, dass die Besichtigungen eigentlich immer im Massenandrang bewältigt werden mussten, da wir ja nicht der einzige Bus waren, der unterwegs war. Aber mit dem Fotografieren hat es doch einigermassen geklappt, da wir doch zu Fuss unterwegs waren.

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Am Ende der Führung haben wir dann noch eine halbe Stunde zur freien Verfügung bekommen, was wir dazu genutzt haben auch andere Strassen aufzusuchen um dort noch lohnende Motive zu entdecken.

Danach begaben wir uns wieder in Richtung Rathaus von Tallinn, wo wir den Rest unserer Gruppe wieder trafen und uns dann gemeinsam wieder in Richtung Bus bewegten.

Es war ein herrlicher Tag in Tallinn, allerdings viel zu kurz um sich ausgiebig dem Fotografieren widmen zu können, auch die Motivwahl musste oft sehr zügig getroffen werden, da wünschte ich mir dann doch wieder individuell unterwegs zu sein. Aber es machte trotzdem Spass, vor allem sei hier auch Eduard, unserem Reiseführer, gedankt.

img 01859aimg 01936a

Festzuhalten bleibt, Tallinn in einem halben Tag ist nicht ausreichend, wir sollten nochmals wiederkommen.

Nach der Rückkehr aufs Schiff, legte die Lili Marleen auch schon wieder ab und nahm Kurs auf St. Petersburg (Russland). Die Entfernung 197 Seemeilen (= 365 km).

Fortsetzung folgt

Tag 4 – Kreuzfahrt Perlen der Ostsee

28.06.2006 – St. Petersburg (Russland)

In St. Petersburg sind wir bereits sehr früh am Morgen in den Hafen eingelaufen. Nachdem wir in der Nacht die Uhren nochmals eine Stunde vorgestellt hatten, mussten wir trotz dieses Umstandes sehr früh aus den Betten. Der Ausflug war schon sehr früh geplant und sollte etwa 9 Stunden dauern. Welch eine Freude für uns, dass wir soviel Zeit in St. Petersburg verbringen werden und zudem noch nach Puschkin fahren werden um den Sommerpalast mit dem berühmten Bernsteinzimmer zu besichtigen.

Die Passkontrolle, um in Russland eingelassen zu werden, dauerte etwas, da die streng dreinblickende Dame uns sehr genau musterte, aber welch ein Glück, wir hielten der “Beschau” stand und durften passieren.

Der Bus wartete schon und dort auch unsere Reiseleiterin Lena. Endlich waren alle Teilnehmer unseres Busses eingestiegen und wir konnten schliesslich losfahren. Wir fuhren aus dem Hafen und begaben uns in die Stadt um gleich kurz darauf für einen kurzen Fotostopp anzuhalten. Aber wie gehabt, wenn mehrere Busse dann fast kein Parkplatz für den Bus und natürlich Unmengen an Menschen. Gut ein paar Aufnahmen haben wir auch dort machen können. Es war aber wieder nicht möglich sich etwas ausgiebiger dem Fotografieren zu widmen. Es war nur ein Stopp von 10 Minuten und bis “ältere” Herrschaften einen Bus verlassen haben, sind meistens schon fast 5 Minuten vergangen.

Nun denn, wieder einsteigen und weiter, viel wird aus dem Bus heraus gezeigt und wir haben versucht Bilder zu macimg 02421a hen, was aber bei der Fahrweise des Busfahrers nur schlecht möglich war, entweder er stand, man erspähte das Motiv, wollte gerade abdrücken, da startete der Bus auch schon wieder los und das Bild war für die Mülltonne, Gott sei Dank, dachte ich mir, dass ich keine Analogkamerea mehr habe, sonst würde ich mich jetzt wieder richtig ärgern. So ging es aber doch des öfteren. St. Petersburg erstickt im Verkehr, dieser Tatsache konnten wir uns am Ende des Tages leider auch nicht mehr verschliessen, denn wir waren von ca. 9 Stunden Ausflug fast 4

Stunden im Bus und das dann meist im Stau. Es hat wohl Spass gemacht, aber die ewige Staufahrerei geht einem dann schon auf den Senkel, zumal man manch andere Location hätte zu Fuss in wesentlich kürzerer Zeit hätte erreichen können.

Das St. Petersburg zu Fuss, das wäre ein Ausflug nach Manfred’s und meinem Geschmack gewesen, aber was jetzt nicht war, kann ja ein anderes mal noch werden.

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Alles in allem war es trotz der widrigen Umstände ein schöner Tag, mit der Feststellung, dass man für St. Petersburg ruhig eine ganze Woche, besser wahrscheinlich 2 Wochen einplanen sollte um all diimg 02116a e Museen und Paläste usw. zu besichtigen. Natürlich dürfen die Kirchen nicht vergessen werden und ebenso der Peterhof, den wir leider nur von weitem gesehen haben, da dies ein separater Ausflug war. Nun ja, alles kann man nicht haben, aber die Chance dies noch nachzuholen ist gegeben.

Schliesslich waren wir so gegen 17:30 Uhr Petersburger Zeit wieder im Hafen und mussten wieder durch die Passkontrolle und den strengen Blick der Dame aushalten, was aber wieder ohne Probs klappte. Wir waren auch beide ganz artig und haben uns keinen “lockeren Spruch” erlaubt, wer weiss, was da passiert wäre?

Schliesslich legten wir in St. Petersburg wieder ab und begaben uns auf Kurs Richtung Helsinki (Finnland). Es lagen wieder eine Nacht und 185 Seemeilen (=343 km) vor uns und wir konnten uns wieder ausschlafen.

Fortsetzung folgt

Tag 5 – Kreuzfahrt Perlen der Ostsee

29. Juni 2006 – Helsinki (Finnland)img 02531a

Um die Mittagszeit sind wir im Hafen von Helsinki eingetroffen. Kurze Zeit später konnten wir das Schiff verlassen und uns zu unserem Bus begeben, der uns unserem Reisebegleiter in das mittelalterliche Porvoo brachte.

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Zunächst besuchten wir aber den Dom von Helsinki, der heute als Bibliothek dient. Dann begannen wir unsere Fahrt nach Porvoo. Etwa 1 Stunde später waren wir an Ort und Stelle.

img 02597aWir hatten die Möglichkeit uns mit Führer oder ohne ihn in der Stadt zu bewegen. Wir besuchten die Kirche des Ortes, eigentlich eine Sehenswürdigkeit, aber durch Brandstiftung im Mai dieses Jahres blieben nur noch die Mauern stehen. Der Geruch von verbranntem Holz umgibt die Kirche noch immer. Es wird schon daran gearbeitet um alles wieder herzustellen. Die 3 jugendlichen Täter (18 – 23 Jahre) sitzen alle hinter Gitter und haben einen Schuldenberg von ca. 5 Mio. Euro abzutragen, soviel wird der Wiederaufbau kosten, der Ende 2008 bzw. Anfang 2009 abgeschlossen sein soll. Danach begaben wir uns noch ins Heimatmuseum und anschliessend noch in schönes Cafe um dort einen guten Kuchen mit Kaffee für ca. 10,00 Euro zu geniessen. Es ist schon hart, wie die Euros so durch die Hände fallen und sich in Kaffee und Kuchen auflösen.

img 02639aAber es war sehr schön sich im Hinterhof des Cafes aufzuhalten. Nach etwas mehr als 1 Stunde Aufenthalt mussten wir wieder zum Bus zurück und die Rückfahrt antreten. Dieses mal wählte der Führer eine andere Route, so dass wir noch mehrere Sehenswürdigkeiten von Helsinki wenigstens aus dem Bus heraus sehen konnten. Auch Helsinki ist sicher noch eine Reise wert.

Die Abfahrt war für 18:00 Uhr Ortszeit geplant und wurde wie immer auch eingehalten.

Die MS Lili Marleen nahm Kurs auf Saaremaa (Estland), das 183 Seemeilen (= 339 km) von Helsinki entfernt ist. Zum Glück durften wir die Uhren in dieser Nacht um 1 Stunde zurückstellen, so dass uns wenigstens wieder 1 Stunde zurückgegeben wurde.

Tag 6 – Kreuzfahrt Perlen der Ostsee

30.06.2006 – Saaremaa (Estland)

Heimlich still und leise haben wir in der Nähe von Tagaranna, am nagelneuen Pier für Kreuzfahrtschiffe angelegt. Als wir um 7:00 Uhr aufstanden, waren wir bereits fest vertäut.

Also nichts wie los zum Frühstück, denn die Landausflüge waren ab 8:30 Uhr geplant und schliesslich waren die Busse auch schon da. Wie wir erfahren haben, werden die Busse auf dem Festland bestellt und fahren dann über die Fährverbindung und den Damm nach Saaremaa.

Endlich war es soweit, dass wir von Bord durften. Auch hier gab es eine Zollstation und wir durften wieder mal unseren Reisepass zeigen. Aber es war alles etwas anders als wir es seither bei unseren Landgängen gewohnt waren. Es war einfach nur ruhig, kein Lärm ausser dem, den die Kreuzfahrtpassagiere verursachten. Also haben wir unseren Bus gesucht und auch gleich gefunden. Unsere Ausflugsbegleiterin Kaja war eine sehr kompetente und auch witzige Begleiterin.

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Auf Saaremaa gab es bis vor kurzem noch sehr wenige asphaltierte Strassen. Dies ändert sich in den nächsten Tagen und Monaten, denn aus den Schotterpisten werden schöne geteerte Strassen. Nur eines sollte man nicht machen, versuchen auf eigene Faust in dieser kurzen Zeit die Insel zu erkunden, da es am Hafen kein einziges Taxi gibt, sofern es auf Saaremaa überhaupt Taxen gibt, denn gesehen haben wir keines.

img 02744aWir fuhren also los bis zum nächsten Ort Mustjala, der aus ein paar wenigen Häusern bestand. Man erklärte uns, dass nur sehr wenige Menschen noch hier leben und die meisten Häuser als Ferienhäuser dienen. Es gab also hier wenig zu erkunden, aber ein paar Aufnahmen konnten wir bei diesem Halt schon machen, vor allemimg 02694a wenn man nicht dem Pulk der Leute folgt, sondern sich etwas absetzt und die Zeit nicht vergisst.

Anschliessend fuhren wir in ein Dorf und besichtigten das dortige Museum, in dem verschiedene Gegenstände, die das Leben auf Saaremaa zum Teil widerspiegeln zusammengetragen wurden. Es kommt einem vor, als wäre die Insel erst gerade entdeckt worden und die Bewohner beginnen gerade sich auf den Tourismus einzustellen. Anschliessend haben wir die Kirche bzw. einen Laden besichtigt indem man handgefertigte Strickwaren kaufen konnte. Allein die Vorstellung trieb mir schon den Schweiss auf die Stirn. Dann noch ab in die Kirche wo wir einiges über den Kirchenbau aber auch über das Christentum auf Saaremaa erfahren haben.

img 02779aSchliesslich wurden wir noch zum Dorfplatz gebracht, wo wir einer Vorführung von Einheimischen beiwohnten. Sie zeigten uns, wie auf Saaremaa eine Hochzeit gefeiert wird. Die ganze Zeremonie dauert immer 3 Tage und es wird viel gesungen und getanzt.

Danach war es auch schon wieder Zeit sich von diesem Ort zu verabschieden. Wir fuhren noch einen alten Friedhof in der Nähe an, der recht idyllisch im Wald gelegen war. Es gibt dort zwar einen Zugang mit einem Tor, aber im Normalfall steigen die Besucher über eine Treppe integriert in die Steinmauer. Die Zeit war knapp und man konnte nur kurz den Erklärungen von Kaja lauschen und schon mussten wir wieder in den Bus. Der Besuch auf Saaremaa näherte sich schon wieder seinem Ende und unser Bus rollte unaufhaltsam wieder Richtung Hafen, wo die Lili Marleen schon auf uns wartete, damit sie ablegen kann und den Kurs auf Gydina (Polen) nehmen konnte.

Den Nachmittag an Bord haben wir mit Kaffee und Kuchen bzw. relaxen verbracht (schliesslich hatten wir ja Urlaub und der solllte auch der Erholung dienen).

Ach ja, fast hätte ich es vergessen bis Gydina waren es 290 Seemeilen (=537 km).

Fortsetzung folgt

Tag 7 – Kreuzfahrt Perlen der Ostsee

01. Juli 2006 – Gydina/Gdansk (Polen)

Wir sind wieder früh Morgens in Gydina im Hafen angekommen und haben am Pier angelegt. Vor uns liegt ein Frachter der mit Stahl beladen wird. Danach beginnt das übliche Prozedere bis wir von Bord dürfen. Direkt vor dem Schiff warten schon unsere Busse. Gegenüber sehen wir auch wieder den riesigen amerikanischen Kreuzfahrer, mit seinen bestimmt 2000 Passagieren. Dies bedeutet, dass es heute in Danzig gut eng werden würde.

img 03056aIm Bus lernen wir zunächst unsere Führerin die “rote” Irene kennen, die mit viel Witz und Sachkenntnis uns die Busfahrt etwas angenehmer macht. Wir begaben uns also auf die Fahrt nach Danzig. Unterwegs wurde uns viel erklärt, auch über die Besatzung durch die Russen. Nach der Wende hat sich Polen aber inzwischen so gewandelt, dass an allen Ecken und Enden die Supermärkte und andere grosse Ketten das Bild prägen. So sind wir beispielsweise an Lidl-Märkten vorbeigefahren und haben Hinweisschilder für den Einkauf in einem Kaufland gesehen, allerdings habe ich da dann doch ALDI vermisst, ist der vielleicht gar nicht nach Polen expandiert? Na ja, egal.

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Nach längerer Fahrt sind wir schliesslich in der Rechtstadt Danzig angekommen und können zu Fuss mit der Besichtung, der wiederaufgebauten Altstadt beginnen. So sehen wir das Krantor usw. und laufen auch durch die Gassen der Stadt. Schliesslich kommen wir in die Fussgängerzone und auch in den Dom von Danzig, dort können wir einige Bilder machen, allerdings ohne Blitz.

img 02895aSchliesslich laufen wir durch die Einkaufsstrasse wo rechts und links viele Geschäfte img 02960a sind, aber überwiegend Schmuckgeschäfte, die Bernsteinschmuck verkaufen. Auch wir besichtigen eines dieser Geschäfte, wo wir kurz gezeigt bekommen was echter Bernstein ist und wie man ihn vom künstlichen Bernstein unterscheiden kann. Hier haben wir anschliessend noch etwas Zeit um auf eigene Faust noch das eine oder andere Objekt zu fotografieren.

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Dann ist es auch schon wieder Zeit uns auf den Weg nach Oliva zu machen um dort in der Klosterkirche ein Orgelkonzert zu erleben. Die Kirche selbst ist sehr üppig mit Gold übersät. Das Konzert selbst war sehr beeindruckend, was das Orgelspiel betrifft,als auch die Orgel selbst. Es dauerte etwas mehr als eine halbe Stunde und danach mussten wir uns schon wieder in Richtung Bus begeben um dann wieder zum Hafen nach Gydina zu fahren.

Wir wurden wieder direkt vor dem Schiff ausgeladen.

Dies war unser letzter Ausflug, was für uns bedeutete, dass das Ende unserer Seereise langsam näher rückte. Es zeigte sich auf auf dem Schiff, als wir in die Kabine kamen, hatten wir schon Post mit Terminen bezüglich der Ausschiffung und Abholung von Banderolen für das Gepäck usw..

Abends mussten wir packen, da unser Gepäck bis spätestens 2:00 Uhr früh vor der Kabinentür stehen musste.

Nach dem Essen gab es noch eine Musical-Show an Bord, die sehr gut ankam.

Es folgt der letzte Tag!

Tag 8 – Kreuzfahrt Perlen der Ostsee

02. Juli 2006 – Warnemünde (Deutschland)

Die Reise geht zu Ende, als wir Morgens aufstehen sind wir kurz vor Warnemünde. Wir gehen Frühstücken, da wir die Kabine bis spätestens 8:00 Uhr verlassen müssen.

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Wir schnappen unser Gepäck und suchen uns ein gemütliches Plätzchen an Deck der Lili Marleen, wo wir uns noch bis zum Anlegen im Hafen aufhalten können. Jetzt beginnt die lange Zeit des Wartens und des nichtstun.

img 01427Wir legten gegen 9:00 Uhr im Hafen von Warnemünde an, allerdings hatte uns der amerikanische Riesenkreuzfahrer in der Nacht überholt und lag an dem Pier von dem wir abgelegt hatten. Also mussten wir ans andere Pier.

Es wurde zur Geduldsprobe bis wir, die mit dem Bus nach Warnemünde gereist waren, endlich von Bord durften, dass unsere Busse alle relativ spät ankamen. Also zuerst gingen die Individualreisenden von Bord und schliesslich waren auch wir dran. Übrigens inzwischen war auch ein Taucher eingetroffen, der den Stöpsel wieder in den Schiffsrumpf reindrücken musste, den ich gezogen hatte.

img 01464aWir hatten unser Gepäck auch gleich erspäht und zogen sofort los in Richtung unseres Busses. Es war diesmal ein Doppeldecker, der komplett voll war. Wir begaben uns auf die hintersten Plätze des Busses, denn da hatten wir unsere Ruhe und zunächst auch mehr Platz, was sich aber zumindest bis Hannover noch änderte.

img 01448aUnd so machten wir uns auf die Rückreise in die Heimat mit Zwischenstopps in Hannover, Seesen(Harz), Frankfurt, Karlsruhe und schliesslich Stuttgart. Die Fahrt dauerte bis Stuttgart von ca. 12.00 Uhr Mittags bis 0:50 Uhr früh.

Damit endet der Reisebericht.

Es war eine schöne, erlebnisreiche Woche auf der Lili Marleen und jetzt kann ich auch verstehen warum man zum “Wiederholungstäter” wird. Klar kann man über dies oder das auch meckern, haben wir im Bus auf der Rückreise erlebt, da zählt auch die Meinung des anderen nicht und Argumenten ist man da auch nicht aufgeschlossen, so jemand muss man letztlich einfach links liegen lassen, sonst ist der Urlaub gleich wieder beim “Teufel”.img 01438a

Ich kann mir schon vorstellen nochmals eine Kreuzfahrt zu unternehmen, aber vor allem will ich mir einige der besuchten Städte nochmals ansehen und dort auch länger bleiben als meist 5 Stunden bzw. 9 Stunden wie in St. Petersburg. Das freie bewegen um zu fotografieren ist leider zu kurz gekommen, war aber von vornherein klar, dass dies nicht sein kann.

Also nochmals los und das erlebte weiter vertiefen, in diesem Sinne bis zum nächsten Urlaub und vielleicht auch Reisebericht! ?