24./25. Juni 2006
Die grosse Reise beginnt am Abend des 24.06.. Mit dem Auto fahre ich, nach dem tollen Länderspiel Deutschland – Schweden (2:0), nach Stuttgart zum Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB), wo ich den aus dem Allgäu kommenden Bus von “Komm-mit-Reisen” besteige. Mein Freund Manfred, der zusammen mit mir die Kreuzfahrt unternimmt, ist bereits in der Nähe von Memmingen zugestiegen.
Hier in Stuttgart steigen ausser meiner Wenigkeit, noch 4 Personen zu. Die Abfahrt war für 21:45 Uhr geplant, da der Bus aber überpünktlich ankam, konnten wir so gegen 21:30 Uhr bereits den Busbahnhof in Richtung Karlsruhe verlassen, um dort die nächsten Passagiere aufzunehmen.

Im Bus ging es lustig zu und wir wurden von den Reisebegleitern bestens versorgt. Ich muss sagen, dass wir an allen Haltestellen immer mehr als pünktlich waren, egal um welche Uhrzeit es sich handelte, denn schliesslich war es ein Busmarathon von über 12 Stunden Fahr- und Pausenzeit.
Die Fahrt ging also über Karlsruhe nach Mannheim, dann weiter nach Frankfurt-Flughafen und schliesslich unsere letzte Station war Seesen (Harz), hier die Raststätte Harz-Ost.
Von dort aus ging es weiter bis Hamburg dann Richtung Lübeck und von dort über die neue A20 nach Rostock-Warnemünde, wo unser Kreuzfahrtschiff die M/S Lili Marleen auf uns bereits wartete. Bei Ankunft in Warnemünde war es dann auch Sonntag, 25.06.2006, 09:30 Uhr.
Wir waren der erste Bus der mit den neuen Passagieren angekommen war. Die Passagiere waren noch nicht von Bord und so hiess es warten. Glücklicherweise wurden unsere Koffer direkt am Bus übernommen und auf das Schiff gebracht, so dass wir uns darum nicht mehr kümmern mussten. Welch ein Service, sage nur wunnebar!!
Ab 10:00 Uhr durften wir Einchecken und hatten dann freie Zeit bis 13:00 U
hr. Erst dann konnten wir das Schiff betreten. Also haben wir uns entschlossen, mit unserem Handgepäck, noch etwas Warnemünde unsicher zu machen. Es war ein herrlicher Tag, endlich Urlaub und nur noch darauf achten, dass wir zwischen 13:00 und 14:00 Uhr am Pier zum Einstieg aufs Schiff waren. Kurzum wir liessen es langsam angehen und uns gutgehen.
Aber was für ein Schlag, als wir zum Terminal kamen. Da waren Sie nun, alle 400-500 Passagiere, die durch die Handgepäckkontrolle mussten, genauso wie am Flughafen. Es war drückend heiss und Manfred und ich schwitzten, was das Zeug hielt, aber wir haben tapfer durchgehalten. Es dauerte fast eine Stunde bis wir endlich durch die Kontrolle in Richtung Schiff spazieren konnten. So, es war also endlich soweit, ich durfte zum erstenmal ein Kreuzfahrtschiff betreten.
Die erste positive Überraschung, als wir an Bord kommen, werden wir von einer Stewardess direkt zu unserer Kabine D28 auf dem Dionysos-Deck gebracht und siehe da, mein Koffer war auch schon da. Kurze Zeit später kam auch der von Manfred, also die erste Hürde war genommen, unser Gepäck war da und so hatten wir alle unsere Utensilien wieder beieinander.
Dann war es auch schon soweit, dass wir in Warnemünde ablegten, also unsere Cam’s geschnappt und ab an Deck um das Ablegen in Bildern festzuhalten, dabei natürlich auch ein paar Detailaufnahmen des Schiffes machen, war ja klar. Als wir nach längerem warten endlich den Hafen verlassen konnten, hatten wir schon etwas Verspätung. Die Reise ging also jetzt in Richtung Insel Gotland/Schweden. Hier sollten wir am nächsten Tag so gegen Mittag eintreffen. Es lagen 368 Seemeilen (682 km) vor uns.
Um 18:00 Uhr war Tischzeit und wir konnten das erstemal im Restaurant ein gepflegtes 5-Gänge-Menue auswählen. Das Essen an Bord war am ersten Abend vortrefflich.
Danach noch ein paar Erkundungsgänge, noch ein Absacker in der Bar und dann war die Bettkarte gezwickt, wir waren beide Hundemüde von der langen Busreise.
Soviel zum 1. Tag der Reise.